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Kostenlose Bilder für Dein Sternenkind

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Einsatzbericht von Anna Lisa


Ich hatte gestern meinen neunten Einsatz und es war ein ganz besonderer. Wieder einmal.

Bei der Familie handelt es sich um Flüchtlinge, er aus dem Irak, sie aus Syrien. Ihr Sohn hatte eine Zwerchfellhernie und keinerlei Überlebenschance. Er durfte kurz auf seiner Mama liegen leben und starb auch auf ihr.

Die Eltern wollten nur Fotos von ihrem Sohn, den ich mit der Hilfe einer Krankenschwester in einem anderen Raum fotografierte. Wir organisierten von einer anderen Station noch eine Einschlagdecke und ich brachte der Mama das Erinnerungsstück, nachdem ich alles im Kasten hatte. Noch einmal fragte ich sie, ob sie Fotos mit ihrem Sohn zusammen haben wollte. Diesmal bejahte sie. Also holten wir den kleinen Y. und ich machte noch ein paar Bilder von ihm mit seiner Mutter. Sie küsste und drückte ihn und ich sagte ihr mehrmals, was für ein wunderschönes Baby er sei. Sie freute sich und ich sah, wie stolz sie das machte.

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Vom Umgang mit den Sternenkindern im Krankenhaus

Es kommt Gottseidank selten vor, denn normalerweise geht das Krankenhauspersonal wirklich toll mit den Sternchen und deren Eltern um und arbeiten uns zu.
Aber wenn wir dann so etwas zu lesen bekommen, dann stockt uns der Atem.


Klaus Becker unser Fotograf :

Ich bin gerade am Ausarbeiten an Empfehlungen für die Krankenhäuser, was für die Eltern wichtig ist um einen würdevollen Abschied zu ermöglichen.


Am Sonntagabend gegen 21:30 erhielt ich den Notruf über meine Alarm-App "Dein Sternenkind". Unverzüglich habe ich mich mit der angegebenen Ansprechpartnerin in Verbindung gesetzt. Ein Kind sei in der 22. SSW geboren worden.

Als ich in der Klinik ankam, hat man mich zunächst in den Raum geführt, in dem die trauernden Eltern auf einem Bett saßen. Das Baby war - obwohl es den Eltern "präsentiert" wurde - lediglich in eine Pappschale gelegt worden. In solch einer Einmal-Nierenschale, in der normalerweise wohl Abfälle und Ausscheidungen entsorgt werden, war das Kind in Tücher gehüllt.

Das tote Baby wurde mir nun überlassen, damit ich Erinnerungs-Bilder machen konnte. Indem ich das Kind ein wenig von den Tüchern befreite, musste ich feststellen, dass sich bis zu meinem Kommen noch keiner die Mühe gemacht hatte, die Nabelschnur vom Hals des Kindes zu wickeln.

Es hatte die Nabelschnur gleich 2 x stramm um den Hals liegen. Es oblag mir (ich bin weder Arzt, noch Schwester, Hebamme oder Bestatter !!!!!!!) das Sternchen von der würgenden Schnur zu befreien.

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Einsatzbericht von Martin

Am Montag ging der Alarm ein SSW32 - M. ….

Leider für mich eine schlechte Woche- wie gerne wollte ich helfen - leider arbeitstechnisch bis über beide Ohren am Anschlag. So das einzige was ich Montag Abend anbieten konnte war als nächtlicher BackUp zur Verfügung zu stehen.

So hat sich Nadine - die mir auch schon in anderen Fällen Unterstützung zugesagt hat, das Ruder kurz um in die Hand genommen und stellte den Kontakt da.

Stefan schob auch gleich direkt noch mit ein, dass er auf Abruf steht - so dachte ich im ersten Moment, danke dass ihr zwei das macht.

Die Woche verstrich immer mehr ohne das irgendwas passierte, Mittwoch Abend dann von Nadine die traurige Meldung, dass da wohl irgendwie Kommunikations-Probleme in der Klink vorlagen.

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Einsatzbericht von Anja

Mein erstes Sternchen - ein kleiner Astronaut

Seit Januar darf ich mich DEIN Sternenkind-Fotograf nennen.
Letzte Woche ging bei mir zum vierten Mal die Alarm-App auf dem Handy los – und wieder hatte ich einen kleinen Adrenalinschub und war sehr aufgeregt:
wo ist der Einsatzort, welche Zeitfenster kann ich anbieten ...?

Diesmal passte Alles. Im Forum hatte ich gesehen, dass Beate schon Kontakt mit den Eltern aufgenommen hat.
Sie sei aber nicht unglücklich, wenn jemand anderes übernehmen könnte, zumal sie auch ziemlich weit zu fahren hätte.

Sie führte dann ein schönes Telefongespräch mit mir, wo sie auch wissen wollte, ob es wirklich ok für mich ist.
Einmal muss man ja anfangen, sagte ich ihr, und hatte somit meinen ersten DeinSternenkind- Einsatz angenommen:
Kleiner Junge, 27.SSW, kein Herzschlag mehr, Geburt wird eingeleitet, Mutter hat schon erste Wehen…

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Einsatzbericht von Stefan

Morgens kurz nach 7 kam der Alarm.

Ich sah, dass es in M. war und zögerte nicht, auf "Akzeptieren" zu klicken. Dank meines Arbeitgebers, der mich sehr bei meiner DSK Arbeit unterstützt, hatte ich keinen Zweifel, dass ich den Auftrag annehmen konnte. Als ich ihm einmal von meiner Arbeit für DSK erzählte, sagte er mir, ich solle bloß nie auf die Idee kommen, wegen eines DSK Auftrags Urlaub einzureichen. Wenn ich los müsste, könne alles andere warten, egal, wie wichtig es zu sein scheint.

Vom Büro zur Klinik sind es nur etwa 10 Minuten. Ich rief also die angegebene Nummer an und hatte nach wenigen Klingeln den völlig aufgelösten Vater am Telefon. Er erzählte mir, dass die ganze Schwangerschaft problemlos verlaufen war, bis gestern auf einmal die Herztöne weg waren. Eigentlich hatten die Eltern jeden Tag mit der Geburt gerechnet. Heute früh wurde dann die Geburt per PDA eingeleitet.

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Einsatzbericht von Mareike

Der 04.05.2016 unser Hochzeitstag. Ich sitze mit den Kindern im Kinderzimmer und spiele. Auf einmal geht der DSK Alarm. Ein Link zum Forum ist drin.
Ich logge mich ein.
Lese von einem kleinen Jungen (39te SSW) und seinen Eltern.
Ich bin bereit. Ich habe Zeit.
Bereits beim ersten Kontakt werde ich mit Dankbarkeit überhäuft. Sie hatten nicht geglaubt, dass es so automatisch läuft und sich nach Uwe nochmal jemand meldet.
Wir vereinbaren, dass ich in Bereitschaft bin und sie mich jederzeit anrufen können.
Der Donnerstag verging und sie meldeten sich nicht. Morgens schrieb ich ihnen, dass ich abends nicht kann, aber dass ich ein Back Up habe und sie mich trotzdem informieren sollen und ich das ganze mit Becci kläre.

Es kommt anders.

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Einsatzbericht von Dagmar

Heute mal etwas nicht nur über einen speziellen Einsatz sondern über die emotionalen Momente dieses Ehrenamtes…

Heute war ich bei P. Sie kam 3-4 Tage vor Termin im heimischen Badezimmer zur Welt. Sie wurde still geboren in die Hände ihres Vaters. Eine Hausgeburt war nicht geplant und keiner wusste, dass sie schon ein paar Tage tot im Mutterleib war.

Es ging alles so schnell, erzählte mir der Vater, der gerne beim Fotografieren dabei sein wollte…meine Frau bekam Wehen und 8 Minuten später war sie da. Beide waren zutiefst bestürzt und ich kann mir nicht mal annähernd vorstellen wie es ist, ein totes Kind völlig unvorbereitet in Empfang zu nehmen....

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Einsatzbericht von Oliver

Ein Vormittag wie so oft in letzter Zeit, kurze Nacht, Kopf voll mit Arbeit….

Ich bin in der Bildbearbeitung von Duscharmaturen vertieft als das Handy los brüllt….

Einsatz…….

Noch bevor ich zum Handy greife seh ich das Oliver Wendlandt in unserem Adminchat schreibt, dass er den Call übernimmt.
Super denk ich mir… Danke…
Trotzdem drücke ich grün…… Ich bin ja da und beobachte den Verlauf des Calls mit.
Da fällt mir die Stadt auf, Bochum…… keine 30km von mir…… Dann seh ich die Zusatzinfo: 1,5 Jahre alt. Uff…..

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Einsatzbericht von Karin

Ich hatte mir gestern einen Tag frei genommen, weil meine To-do Liste immer länger wurde und ich das Gefühl hatte, mal Dinge abarbeiten zu müssen die liegen geblieben waren - beim morgendlichen Kaffee, noch nicht wirklich wach erreichte mich der Alarm - "eilt" stand dabei und ich drückte grün...auweia, eigentlich hatte ich so viel anderes für den Tag geplant und so nahm der Tag eine unvorhergesehene Wende. Ich konnte nicht alles stehen und liegen lassen und nach dem Telefonat mit der betreuenden Schwester im Krankenhaus war klar, dass ich nun Vormittags abarbeite was machbar ist, um am frühen Nachmittag bei der Familie zu sein.

Es schüttete wie aus Eimern, gefühlt den ganzen Tag. Meine Schuhe durchweicht, platschnass kam ich in der Klinik an. Zum Glück gab es noch eine kleine Pause im Aufenthaltsraum in der ich wieder zu mir kommen konnte, einen Schluck Wasser trinken bevor ich in den Verstorbenenraum der Klinik ging.
Das klitzekleine Zimmer war voller Menschen, Verwandte, Schwestern, die Eltern und in der Mitte trohnte, umgeben von vielen Kuscheltieren der kleine O., der an diesem Morgen nach 5 monatigem Kampf mit einem defekten Herzen verstorben war.

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Einsatzbericht von Oliver

Heute kam ein Alarm für R. - 16:00 Nottaufe, die Eltern wollen Bilder.

Also flugs ins Auto gehüpft und ich sag mal "zügig" in die Klinik gefahren. Die Zeit war knapp, um die Taufe noch dokumentieren zu können, einen Stau musste ich auch umfahren.

15 min vor der Taufe erreichte ich die Klinik und ging schnurstraks zur Kinderintensivstation wo mich die Schwester, die uns gerufen hatte schon erwartete. Im Raum zwei Häuflein Elend: Die Eltern. Beim kurzen Gespräch wurde das ganze Ausmass des persönlichen Dramas offenbar:

M. wurde in der 25. SSW geboren, es war zu wenig Fruchtwasser vorhanden und das Kind unterversorgt. Auf der Intensivstation wurde sie über Tage gepäppelt, alles sah gut aus. Das Kind nahm zu, wuchs, die Hoffnung der Eltern war groß.

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Einsatzbericht von Sabine

„Man sieht nur mit dem Herzen gut – das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Dieser bekannte und beliebte Spruch aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery hat vor drei Tagen eine völlig neue und viel tiefere Bedeutung für mich bekommen.
Für die Eltern von Sternenkindern schaffen wir Fotografen eine bleibende Erinnerung, die sehr stark bei der jeweiligen Trauerbewältigung helfen kann. Oft wird so ein Kind erst durch unsere Arbeit „sichtbar“ und erhält sozusagen eine Art „Daseinsberechtigung“ denn schließlich gehört es für immer zur Familie – auch, wenn es bereits so früh wieder gegangen ist.
Obwohl ich zum Glück nie selbst betroffen war, habe ich mich viele Jahre mit diesem Thema beschäftigt, und jahrelang hat mich das Leben in regelmäßigen Abständen auch immer wieder auf dieses Thema hingewiesen. Was mich zutiefst erschüttert hat war ein Bericht, in dem ich erfuhr, dass Kinder, die mit unter 500 Gramm Gewicht tot geboren werden, kein Recht auf eine Bestattung haben und in manchen Kliniken auch heute noch einfach zusammen mit anderen, herausoperierten Organen und abgetrennten Gliedmaßen mit dem Klinikmüll entsorgt werden. Ein Kind hat nur offiziell existiert, wenn es mehr als 500 Gramm wiegt. So wollte es bis vor kurzem das Gesetz. Das hat mich lange beschäftigt. Wenn ich ein Kind verliere das nur 499 Gramm oder weniger wiegt, dann hab ich nur noch die Möglichkeit, an einer Sammelbestattung der Klinik teilzunehmen. Zum Glück ist dieses Gesetz mittlerweile geändert worden…

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Einsatzbericht von Micha

Ich wollte gerade den Laptop ausmachen, als ich eine Mail von DSK bekomme... also kurz geguckt, EILT in S. … zack in´s Forum und Bescheid gegeben, dass ich den Einsatz übernehmen kann und während ich mit der begleitenden Hebamme spreche, klingelt auch schon die Alarm App.

Fix die Sachen zusammensuchen, dem Mann Bescheid geben wann welches Kind zu holen ist bzw. heim kommt und im Auto erstmal tief durchatmen... komisch, selbst bei meinem 8. Einsatz bin ich aufgeregt und muss mich zur Ruhe zwingen. Und wie bei den anderen Einsätzen auch, komme ich während der Fahrt zur Ruhe (und denke, hey, es ist garnicht komisch, es ist normal, denn jeder Einsatz ist anders und es wird nie wirklich zur Routine werden).

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Einsatzbericht von Birgit

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam die kleine M. in der 31. SSW zur Welt.
2 Tage zuvor hatten die Eltern erfahren, dass ihr Herzchen (einfach so) aufgehört hatte, zu schlagen. Kai hatte mit dem Papa telefoniert, nachdem die Fotografen-Anforderung per Formular hereinkam und schrieb im Aufruf, dass der Papa etwas verlegen war, weil seine Tochter ja schon tot sei. Anscheinend war er in der Ausnahmesituation, in der sich Sternenkind-Eltern befinden, wenn sie gerade den Befund erhalten haben, nicht so wirklich informiert was oder wer wir von 'Dein-Sternenkind' sind - dass wir nämlich fast ausschließlich bereits verstorbene Babys fotografieren. Auch als ich dann mit ihm telefonisch Kontakt aufgenommen habe, hat er herumgedruckst und sich entschuldigt... seine Tochter sei aber leider schon tot.... Er schien völlig verunsichert, diesen Fakt einem Fotografen zuzumuten, darum zu bitten, sein totes Kind zu fotografieren. Behutsam habe ich (wie Kai zuvor sicherlich auch) versucht, ihm diese Unsicherheit zu nehmen.

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Wir sind für den SMART HERO Award nominiert.
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Soziale Medien ermöglichen es, Menschen direkt anzusprechen, ihr Interesse zu wecken und sie zum Handeln zu überzeugen. Die Stiftung Digitale Chancen und Facebook Deutschland verleihen den Smart Hero Award 2017 erneut an Menschen und Organisationen, die ihr ehrenamtliches und soziales Engagement erfolgreich in und mit Social Media umsetzen. Smart steht dabei für den klugen Einsatz von Social Media für Anerkennung, Respekt und Toleranz.

Einsatzbericht von Anja
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Einsatzbericht von Stefan
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Einsatzbericht von Mareike
Es ist nun schon über ein Jahr her, dass ich den kleinen wunderbaren Jungen und seine Eltern auf dem Weg zu seinem Stern begleiten durfte. ...
Einsatzbericht von Dagmar
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Einsatzbericht von Karin
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