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Kostenlose Bilder für Dein Sternenkind

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Junis - so ein kleines Sternchen

Ich lese gerne die Einsatzberichte. Sie haben mich zu DSK geführt und sie haben mich vorbereitet. Sie haben mir gezeigt, was auf mich zukommen kann, wie emotional die Angelegenheit ist, aber, und vor allem, wie wunderbar wertvoll die Arbeit ist! Das habe ich euch allen zu verdanken, die sich die Mühe machen, ihre Gedanken aufzuschreiben und mich sowie andere so daran teilhaben lassen. Vielen Dank dafür!!! Um für noch mehr Berichte zu sorgen, werde ich mich nun also auch daran versuchen und euch erzählen, wie der erste Einsatz für mich war.

Wochenende. Das Handy meldete eine Nachricht. Ein Einsatz nahte. 15. SSW, Einleitung für Montag geplant. Die Eltern haben in der 14. SSW erfahren, dass ihr Kind nicht mehr lebt. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch nicht genau wissen, wann das Sternchen da sein würde. Also haben wir Kieler (das ist eine tolle Truppe, sag ich euch!) uns abgesprochen und ab Montag, sowie für die darauffolgenden Tage geklärt, wer wann in etwa kann.

Montag. Die Eltern waren seit 9:30 Uhr in der Klinik. Sie mussten drei Stunden warten, bevor man sich um sie und die Einleitung kümmerte, wie ich später erfahren sollte. Noch einmal haben wir DSKler untereinander besprochen, nun ein wenig konkreter, wer wann kann. Alle möglichen Zeiten waren jetzt abgedeckt. Wir waren bereit für das Sternchen. 18:46 Uhr, die Wehen setzen ein. Doch es hieß weiterhin warten…. Ich bin später ins Bett gegangen, bis dahin gab es noch nichts Neues.

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Leander, unser Traum vom Glück

Der Tag an dem für uns die Welt stillstand… 29.11.2017. Ich wurde gegen 05.55 Uhr wach. Was war das, warum zieht das immer so unangenehm? Sind das Wehen? Keine Ahnung, ich hatte noch nie Wehen. Es kommt regelmäßig, alle 8-10 Minuten. Ich glaube das sind doch Wehen, soll ich meinen Mann vorsichtshalber informieren? Ach ich weiss nicht, wird alles halb so schlimm sein…Mist, wir haben mittlerweile 9.00 Uhr und diese komischen Schmerzen kommen jetzt alle 5 Minuten. Ich rufe meinen Mann an: „Schatz, ich glaube ich habe Wehen, kannst du Heim kommen?“ „Ja klar, ich mache mich sofort auf den Weg!“

Eine Stunde später saßen wir im Auto auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich hatte ein komisches Gefühl. Er hat doch noch 4 Wochen, warum jetzt schon? Er ist doch noch so klein! Oh mein Gott, wir werden heute schon Eltern. Bin ich schon soweit Mama zu werden?

Im Kreissaal angekommen erklärte ich der Hebamme meine Beschwerden und diese meinte, dass es bestimmt nur Senkwehen seien, das würde zeitlich ja auch hinkommen. „Wenn Sie schon hier sind, dann schauen wir gleich mal nach ihm!“ Wir gingen ins CTG-Zimmer. Eine FSJlerin kam um mir das CTG anzulegen…keine Herztöne! Ich war sofort nervös. Sie fragt mich ob er sich öfters verstecken würde und wann das letzte CTG gemacht worden wäre. Ich antwortete ihr am letzten Dienstag und die Herztöne waren immer sofort da. Sie versuchte mir die Angst zu nehmen und meinte, dass es öfters vorkommen würde, dass die Babys sich verstecken und man nicht sofort die Herztöne finden würden.

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Aurelio ist gegangen - und es ist gut so

Als Donnerstag Nachmittag der Alarm auf der NotfallApp einging, holte ich gerade meine Kinder von Kita und Schule ab. Ein kleiner Junge mit schwerem Herzfehler, geboren in der 32. Woche - und er lebt noch! Ich übernahm den Einsatz, rief bei den Eltern an. Vielleicht hatten wir Glück und würden noch Lebendbilder machen können? Der Empfang bei den Eltern im Krankenhaus war allerdings so schlecht, dass kein einziger meiner Anrufe durchging. Ich hinterließ eine SMS. Am späteren Abend dann der Rückruf - gerade als mein eigener Sohn einen Wutanfall hatte, weil ich nicht wollte, dass die Kinderküche erneut mit Wasser überflutet wird. (Was für eine Lappalie, wenn ich nun daran denke...) Eilig verließ ich das Kinderzimmer, das Türgitter ließ ich einschnappen, um "in Ruhe" zu telefonieren. Das Theater im Kinderzimmer ging aber weiter. Eine Etage tiefer, im Wohnzimmer, konnte ich dann aber sprechen. Ein lieber Vater, ruhige Stimme. "Sie haben auch Kinder, wie ich höre? (...) Wir haben auch zwei Kinder zuhause (...). Unser Aurelio ist heute geboren worden, aber bei ihm sieht es nicht gut aus. Es werden einige Untersuchungen gemacht. Morgen wissen wir mehr." Ich sagte ihm, dass er jederzeit anrufen könne, auch nachts. Und dass wir gerne DU sagen können, schließlich lässt mich die Familie an ihrer engsten und emotionalsten Familiengeschichte teilhaben. Wir brauchen also eine Vertrauensbasis. Ich erzählte ihm dass Aurelio auf jeden Fall von uns fotografiert wird. Je nachdem wann die Familie bereit für Bilder wäre, würde ich dann selbst hinfahren können. "Ich kann gar nicht glauben, dass es heute noch solche Menschen gibt, die so etwas für andere tun. Das ist so toll", sagte er. Ein so schöner Satz. Wir verabredeten noch ein Telefonat für den nächsten Tag, wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Immer wieder schaute ich am darauf folgenden Tag aufs Telefon, bis dann am Abend die Nummer von Aurelio`s Eltern auf dem Display erschien. Ich saß gerade im Auto, fuhr rechts ran.

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Mein erster Einsatz - Vincent und Leopold

Es war Sonntag, der 3. Advent. Gegen 10 Uhr klingelten mich die sanften Töne meiner Alarm-App aus dem Bett. So friedlich und leise wie ein Sternenkind diese Welt verlässt, möchte ich auch alarmiert werden. Ich schaue auf mein Handy. Das Krankenhaus ist nur 30 Autominuten entfernt. Ich akzeptiere und melde mich sofort im Forum um Bescheid zu geben, dass ich den Einsatz übernehmen kann. Innerhalb von wenigen Minuten hatte sich bereits eine Kollegin gefunden, die den Einsatz übernimmt.

Vier Stunden später ein neuer Alarm. Das gleiche Krankenhaus – jedoch Zwillings-Sternchen – sie heißen Vincent und Leopold, wie ich später erfahre. Ich übernehme den Einsatz. Es wird mein Erster sein. Sogleich rufe ich den Papa an kläre alle wichtigen Details. Die Mama möchte gerne dabei sein wenn die Fotos gemacht werden. Der Papa überlegt noch, wird aber auf jeden Fall mit zum Krankenhaus kommen. Ich telefoniere mit dem Krankenhaus, organisiere das Auto, packe meine Kameratasche und drucke den Fotovertrag aus. Dann geht es auch schon los.

Vor fast 30 Jahren wurde ich selbst in diesem Krankenhaus geboren. Zwei Monate zu früh und ich bin mir sicher, dass ich meinen Eltern einige schlaflose Nächte bereitet habe, bis es die Entwarnung gab das ich es schaffen würde. Und nun bin ich auf dem Weg in genau dieses - mein Krankenhaus um zwei tapfere kleine Sternenkinder zu fotografieren die leider nicht so viel Glück hatten wie ich damals.

Die Autofahrt verbringe ich damit, meine Gedanken zu sortieren. Ich überlege, wie es wohl sein wird. Wie ich den Eltern begegne, wie es ihnen geht und wie ich den Einsatz verkraften werde. Es beruhigt mich, dass ich den Eltern mit meinen Bildern eine bleibende Erinnerung schenken werde, eine Erinnerung die ihnen niemand auf dieser Welt mehr nehmen kann.

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​Maximilian Renee - So nah und doch so fern

Ich werde diesen Tag niemals vergessen...
6. September 2017... Es schien zuerst alles normal. Die Große war gut drauf und freute sich auf den Kindergarten. Sie sagte ihrem kleinen Bruder wie jeden Morgen "Guten Morgen Maximilian Ich hab dich lieb" und gab meinen Bauch einen Kuss. Vom Kindergarten wieder zu Hause angekommen dachte ich schon das etwas komisch ist... Ich spürte bis dato keine Bewegungen, was nicht normal war, da der Kleine sich sonst viel bewegte. Ich rief meinen Mann an das etwas nicht stimmte und er sagte nur ich soll mir keine Sorgen machen, da ich in der 30 SSW wäre und der Kleine vielleicht einfach weniger Platz hätte oder vielleicht sogar noch schläft. Ich dachte: "Naja vielleicht hat mein Mann ja recht." Der Tag verging und ich spürte immer noch keine Bewegungen... Als mein Mann von der Arbeit kam sagte er nur: "Ach, es ist doch möglich das du es einfach nicht mitbekommen hast, immerhin hast du die Große gebadet." Und wieder dachte ich: "Ja er hat vermutlich recht." Doch am Abend wurde ich innerlich immer unruhiger bis ich plötzlich auf der Couch anfing zu weinen... Mein Mann sagte nur etwas genervt: "Dann fahr ins Krankenhaus, aber es wird schon nichts sein."
Ich fuhr... alleine, da mein Mann bei der Großen bleiben musste, die am schlafen war. Die Fahrt war unerträglich... Im Krankenhaus angekommen, konnte ich direkt durch zur Ärztin. Diese machte einen Ultraschall.
Ich sah meinen Sohn auf dem Monitor doch er bewegte sich nicht. Die Ärztin fing an kritisch zu gucken, schaute immer weiter aus sämtlichen Perspektiven.

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Diese Bilder zu haben ist das Kostbarste überhaupt....

Hallo, immer wieder lese ich die Berichte der Sternenkindereltern und dachte mir heute erzähle ich unsere.......

Alles war so perfekt, alles war toll! Wir erwarteten unser 3 Kind. Nach 2 Jungen sollte es ein Mädchen werden. Die Freude war riesig und wir waren voller Freude. In der 20. SSW änderte sich alles für uns, wir gingen zu einer Routine Untersuchung. Dein Papa sollte dich das erstemal sehen auf dem Bildschirm. Doch es kam alles anders. Der Arzt machte einen Ultraschall und saß ganz ruhig einfach nur da, ich spürte sofort, dass etwas nicht stimmte. Er wurde sehr ernst und erzählte, dass unser kleines Mädchen sehr krank sei. Er gab uns eine Überweisung zur Pränataldiagnostik, hier sollte ein genauerer Ultraschall gemacht werden. 2 Tage später war es auch schon so weit. Die ganze Autofahrt waren wir am schweigen so viele Ängste und Gefühle...

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"Und? Alles dran am kleinen Mann"

Hallo liebes Team,

ich möchte mich von ganzem Herzen bedanken.

Euer Fotograf Tobias Stein hat sich unserem Ruf angenommen.

Zu uns: wir, eine kleine glückliche Familie mit einer harten Diagnose, denn unser Sohn hat eine Anenzephalie, welche in der 24. Woche festgestellt wurde und ich entschied mich dazu, ihm das Leben so kurz es auch sei, zu schenken.

Er kam am 21.10.17 um 18.50 zur Welt so tapfer, so groß und stark. Er ist ein wunderschöner kleiner Krieger mit dem Herzen eines Grizzlys.
Am 22.10.17 kam unsere tolle Krankenschwester Kaya zu uns und erzählte von euch. Bis dahin lebte unser Sohn noch, aber aufgrund der Diagnose war er eher bewusstlos, atmete aber allein und sein Herzchen schlug so unfassbar stark.

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Mein erster Einsatz...

Ich habe am Sonntag Abend noch in ́s Forum geschaut, und lese von einem Einsatz in S.... Kurz drauf geht der Alarm los, aber ich wusste ja schon, dass einer kommen wird, also war ́s nicht erschreckend für mich.

Kurz den Kai gefragt, ob man mit dem Kontakt bis morgen wartet oder heute noch anruft. Kai sagt: Melde dich !

Ich habe dann erst einmal den Bruder angerufen, als der nicht an ́s Handy ist habe ich den Eltern eine SMS geschrieben, damit sie sich nicht erschrecken, da Lilli, die Zwillingsschwester im Inkubator liegt und sie auf einen Anruf vom KH warten.

Da klingelt mein Telefon, der Bruder der Mama ist dran. Ein ganz netter Mann, der sich viele Gedanken gemacht hat und sich freut, dass sich so schnell jemand gemeldet hat. Wenige Minuten später verabschieden wir uns und er sagt mir, ich soll die Eltern anrufen.

Ich rufe bei den Eltern an, stelle mich vor... ich höre gefasste Eltern, die sich freuen, dass es uns gibt.
Sie wollen sich Gedanken machen, welche Art Bilder sie gerne haben möchten und zusammen drüber reden... das KH weiß noch nicht, dass sie Bilder von ihrem Kind haben möchten. Sie selbst haben am Freitag Bilder gemacht, die sie gerne bearbeitet hätten, ob wir so etwas auch machen.

Ja, sagte ich, das machen wir auch.

Wir haben noch ein wenig miteinander gesprochen und sind so verblieben, dass die beiden sich morgen melden, nachdem sie mit der Klinik gesprochen haben.

Gegen Mittag klingelt mein Handy, ich zucke kurz zusammen...

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Laura und Lena (Teil 2)

Mist, dachte ich mir, ich habe die Brötchen für das Abendbrot vergessen. Also Blinker aus und weiter gerade aus fahren, wieder weg von Zuhause. Meine Gedanken waren die ganze Zeit bei Laura und Lena, zwei wunderschöne Mädchen, die ich gerade in Lüdenscheid fotografiert hatte.

Ich traf mich mit ihren Eltern beim Bestatter um für sie die Erinnerungen an ihre beiden Zwillinge festzuhalten.

Sie waren in Essen zur Welt gekommen, nur leider viel zu früh in der 23. SSW und nun war ich auf dem Heimweg von ihnen.

Am Tag zuvor schrillte bei meinem Handy zum xten mal die AlarmApp. Ich war gerade von einem Außentermin nach Hause gekommen und saß beim Abendbrot. Danach das gewohnte Ping im Handy, wenn wir Admins/Koordinatoren uns absprechen, wer den Call übernehmen kann.

Ich bin beruhigt, Oliver Wendlandt übernimmt, ich kann weiter essen. Danke Oli denk ich….

Minuten später schrillt wieder die AlarmApp. Mist denk ich mir, schon wieder ein neuer Call ? Ich schau aufs Handy und lese nur „Lüdenscheid morgen 15-17 Uhr“.... kein neuer Call. Es ist der, den Oliver Wendlandt angenommen hatte.

Dachte nur Mist, Kalender voll. Kunden drängeln. Viel zu tun…

Ich denke an unsere tollen Fotografen da draußen, einer wird schön können.

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Laura und Lena, die beiden Engel (Teil 1)

Es war der 15.11.2017 mir ging es Abend nicht so gut, ich hatte Unterleibsschmerzen aber dachte mir nichts bei und ging zu Bett.

Die Nacht auf den 16.11.2017 habe ich sehr schlecht geschlafen bin immerzu wach geworden, und wieder dachte ich mir nichts dabei. Die Schmerzen wurden über den Morgen hinweg immer immer schlimmer und langsam machte ich mir Sorgen. Gut, dachte ich, du hast nachher einen Termin bei deiner Frauenärztin, dann sprichst du sie darauf an.

Ich habe mich gewaschen, angezogen und bin noch mal zur Toilette.
Von eine Sekunde auf die andere Sekunde traf es mich wie ein Blitz, es stimmte was nicht, ich fühlte, wie etwas aus mir raus rutscht, scheiße, was ist das ? Ich fühlte und auf einmal hatte ich eine Blase in der Hand.
Nein nein nein was zum Teufel ist das ?! Das ist doch jetzt nicht dein ernst, es ist doch nicht die Fruchtblase, das kann nicht sein.
Voll in Panik rief ich meinen Mann auf der Arbeit an, unter Tränen sagte ich ihm, etwas stimmt nicht, ich glaube unsere Babys kommen. Ich sollte versuchen ruhig zu bleiben und die Frauenärztin anrufen.
Gesagt, getan ich rief sie an, sie sagte ich sollte den Krankenwagen rufen und mich hinlegen.
Ich tat was sie sagte und in der Zwischenzeit kam mein Mann nach Hause, der Rettungswagen war alarmiert. Mein Mann versuchte mich zu beruhigen aber ehrlich gesagt hat er es nicht.

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Milan Jayden - ein wunderschönes Sternchen

Milan Jayden, ein wunderschönes Sternchen!

Lange habe ich gebraucht, bis ich mich als ehrenamtliche Fotografin bei Dein-Sternenkind beworben habe. Als ich davon erfahren hatte, war ich mit meinem zweiten Sohn schwanger. Es war kein guter Zeitpunkt. Nach drei Jahre war es soweit. Ich bewarb mich und wurde aufgenommen, nach zwei Wochen hatte ich meinen ersten Einsatz.

Milan Jayden. Er verstarb unerwartet und ohne Vorwarnung bereits im Mutterleib. Für seine ganze Familie war das ein Schock. Alle haben sich schon auf Ihn gefreut!!!

Alle-seine Mama, Papa, der große Bruder Ben, seine Oma, seine Tanten und der Rest des Clans. Das Kinderzimmer war schon längst liebevoll hergerichtet. ...

Als Erstkontakt habe ich telefonisch mit der angegebene Ansprechpartnerin Oma (Manuela) gesprochen, sie war sehr aufgelöst.

Wir verblieben, dass Manuela sich bei mir melden sollte, wenn die Einleitung gelaufen ist und „es soweit“ ist. So nannte die Oma die „Geburt“ von ihrem zweiten Enkel.

Ich unterdrückte meine Tränen am Telefon.

Am Einleitungstag von Jenni schriebe ich Manuela kurz vor dem geplanten Termin im Krankenhaus, um zu sagen, dass ich an Sie denke. Mit dem Satzbeginn. „Guten Morgen“

Manuela schrieb zurück. „Gut ist er ja leider nicht. Ich konnte es nicht schreiben. Sorry.“

Als ich das las, schlug ich die Hand auf der Stirn. Wie dämlich von mir!

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"Ich bin ja nur die Oma"

Heute ist der 9.11.17

Eine Stille Geburt ist an sich schon schwer genug. Sich dann aber noch über´s Krankenhaus ärgern zu müssen machte mich dann sehr sprachlos.

Jenni hatte am Dienstag den 7.11 erfahren müssen das ihr Baby im Mutterleib verstarb.

Noch beim Arzt sagte man uns, dass sie nun im Krankenhaus angemeldet ist und im Laufe des Tages (8.11) dort erscheinen muss. Jenni war am selben Tag nicht in der Lage ihr Baby schon herzugeben und entschied sich deshalb erst den Tag später zu entbinden. Sie sagten, die im Krankenhaus sind nun drauf vorbereitet und sie bekäme auch ein Einzelzimmer und weil sie die Geburt spontan durchziehen mußte, solle sie auch keine Angst haben man könnte sie wenigstens in Dämmerschlaf legen oder eben zudröhnen. Man muss ja keine Rücksicht mehr nehmen.

Ich nahm Kontakt am selben Tag noch zu einer lieben Bekannten auf. Diese vermittelte uns dann mit „ Dein Sternkind“ . Das Team bekam meine Handy Nummer und nahm Kontakt mit mir auf. Unserer Fotografin rief mich auch an und erlaubte mir auch sie zu jeder Tages und Nachtzeit an zu rufen. Sie käme dann direkt. Ich sollte aber bitte auch schon in der Klinik Bescheid sagen. Den Kreißsaal setzte ich also telefonisch auch schon am Dienstag in Kenntnis.

Ich konnte die ganze Nacht kein Auge zu machen und machte durch. Obwohl ich immer dachte, mensch du musst schlafen, du musst morgen bei Kräften bleiben und auch auf Ben aufpassen. Es ging aber nicht. Morgens halb neun sollte ich dann David&Jenni abholen um sie ins Krankenhaus zu fahren. Ich dachte bis dahin noch, ich bring sie erstmal hin und nehme Ben dann mit heim. Ben aber blieb bei der Freundin von Jenni und ich sollte mit in´s Krankenhaus. Es war zwar nicht mein Plan und ich hatte ne heiden Schiss. Aber es war ihr Wunsch.


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Nico - du fehlst so sehr

Zu unserer Geschichte

Letztes Jahr im Oktober beginnt sie. Damals war ich ca. in der 6. SSW als uns meine Frauenärztin das 1. Mal mit der Diagnose einer Eileiterschwangerschaft... in die Klinik einwies... viele Ärzte viele Meinungen und nur eine Ärztin die an Dich geglaubt hat und sie sollte recht behalten. Du Hast dich damals ins Leben gekämpft und warst so tapfer.
Nach der 12. Woche stieg die Vorfreude und Weihnachten letztes Jahr haben wir es unserer damals 5-jährigen Tochter erzählt. Sie hat sich so gefreut große Schwester zu werden.
Im Februar wussten wir, dass du unser kleiner Junge wirst. Deine Schwester freute sich wie verrückt, denn sie hatte sich einen Bruder gewünscht. Alles verlief super, du warst immer sehr aktiv. Bis zu diesem schicksalhaften Tag im Juni, der unser Leben komplett verändern sollte.

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Der kleine Kämpfer

Es ist Dienstag, 13 Uhr. Ich bin gerade auf dem Weg in den Wald mit meinem Hund. Die Sonne scheint, die Bäume tragen noch das restliche bunte Laub auf ihren Kronen, als der Alarm am Handy ertönt. Ich schau aufs Display und entdecke sofort ein Wort: Linz. In Sekundenbruchteilen ist mir klar, dass ich den Einsatz in der eigenen Stadt annehme. Kurz geht mir noch durch den Kopf: heute kann ich, morgen und in den nächsten Tagen auch, falls es kein sofortiger Einsatz wäre. Meine Mutter ist meine Begleitung beim Hundespaziergang, ich entschuldige mich bei ihr, dass ich nun kurz im Forum was checken und erledigen muss.

Nachdem ich mich eingetragen habe, kommt auch sofort das OK von Oliver, dass ich die Eltern anrufen kann. Ein Adrenalin-Stoß, aber es bleibt keine Zeit lange darüber nachzudenken. Ich wähle die Nummer und eine sehr ruhige Mama hebt ab. Ich stelle mich vor, und sage ihr, dass ich vom Verein Dein Sternenkind bin. Die erste Reaktion: „Wow, das geht ja schnell bei euch! Ihr seid so toll!“ Sie erzählt mir, dass Jan seit der Geburt vor fünf Monaten an diversen Schläuchen und am Beatmungsgerät hängt und sie noch dazu am Wochenende die Diagnose „Zellweger Syndrom“ erhielten. Diese ist ausnahmslos tödlich. Sie weiß nicht, wie lange ihr Sohn noch leben wird. Sie glaubt, dass er das Wochenende nicht mehr überstehen wird, da er schon sehr, sehr schwach ist. Ich sichere ihr zu, dass ich den Einsatz machen werde, und sie mich zu jeder Zeit anrufen kann. Auch nachts. Während des Gesprächs schluchzt sie einmal heftig und sagt nur: „Ich bin so froh, dass es euch gibt!“

Nun heißt es warten. In der Nacht nehme ich mir das Handy mit, damit ich den Anruf nicht verpassen kann. Tagsüber lese ich viele Einsatzberichte im Forum, da es ja mein erster Einsatz sein wird und ich mich vorbereiten möchte. Ich bereite meine Kamera vor, lade die Akkus auf, und kontrolliere meine Tasche mit dem Zubehör (Decken, Blumen, Häubchen, etc.). Alles steht bereit.

Donnerstag, 6.45 Uhr. Das Handy läutet.

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"Mein Sternchen, das keines wurde..."


„Wir müssen unsere kleine Paulina gehen lassen und ich wollte dich fragen, ob du Aufnahmen von uns machen würdest, wenn Paulina geboren wird. Wir wissen nicht genau wann ihr Herz aufhören wird zu schlagen.“

Diesen Satz las ich am 01.02. dieses Jahres als ich mich gerade mit meinen lieben Sternenkindfotografen zum Austausch in einem Restaurant treffen wollte. Ich blieb vor dem Lokal stehen und las die Mail noch mal.. Nur zwei Sätze.. aber wie schwer muss es der Mama gefallen sein, diese zu schreiben..

Ich erzählte gleich meinen Kollegen von dem uns bevorstehenden Einsatz.. Zu dem Zeitpunkt war die Mama in der SSW 24+3.

In den nächsten drei Tagen habe ich jeden Tag mit der lieben Mama geschrieben.. am 04.02. las ich, dass Paulina immer schwächer wird.. so schwer auch für mich diese Zeilen zu lesen.. und unvorstellbar, wie diese Zeit für die Eltern ist.. zu hoffen, Bewegungen zu spüren.. die Angst, wenn es ruhiger ist.. ruhiger wird... Wir hielten uns bereit.. wir alle ... jederzeit losfahren zu können..

Was war passiert?

Bei einer Routineuntersuchung in der 23 SSW stellte die Frauenärztin fest, dass Paulina seit drei Wochen nicht mehr gewachsen ist... zudem sieht man nur noch sehr wenig Fruchtwasser. Eine weitere Untersuchung im UKSH steht fest: Ihr geht es gar nicht gut, die Eltern müssen jeden Moment damit rechnen, dass ihre Tochter im Bauch einschläft. Fassungslosigkeit – die Mama schreibt mir, dass sie sich zu dem Zeitpunkt in einer Grauzone bewegten. Paulina ist in der 23.SSW und wiegt unter 500g. Kommt sie nun zur Welt, werden keine lebenserhaltenen Maßnahmen eingeleitet.

Zu Hause angekommen haben die Eltern ihre Familien angerufen und ihnen gesagt, dass Paulina wahrscheinlich sehr bald im Bauch einschlafen wird. Ja. Paulina. Jetzt verraten sie den Namen, denn Paulina soll nicht bloß das Baby sein, dass Tot zur Welt kommen wird. Sie soll ihren Namen tragen.

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