DSK
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Kostenlose Bilder für Dein Sternenkind

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Noel und Liam - ihre Mama erzählt

2015 sagte der Arzt zu uns „Sie sollten sich Gedanken über Ihre Kinderplanung machen. Fangen wir in der nächsten Zeit nicht mit dem Thema an, könnte es schwer werden!“. Ein Schlag ins Gesicht...

Was tun?? Ich war gerade wenige Wochen aus Gran Canaria zurück, wir nur wenige Wochen zusammen. Tränenüberströmt und völlig durcheinander fuhren wir zu meinen Eltern. Mein Vater war zu dieser Zeit im Krankenhaus. Ich brauchte den Rat meiner Mutter. Wie auch mein Freund, sagte sie: „Wer garantiert dir dass es direkt klappt. Irgendwann bereut ihr es sonst oder ihr seid sogar zu alt für eine Adoption. Wir schaffen das - egal was kommt!“

Somit beschäftigten wir uns intensiv mit dem Thema und versuchten das Thema locker anzugehen, setzten uns nicht unter Druck. Es wird schon alles so laufen wie es soll. Zwei Jahre später führten die Versuche immer noch nicht zum Erfolg und wir fanden uns damit ab.

Im Mai 2017, während eines Kurztrips mit der Familie, gab es dann die ersten Anzeichen. Ich selber nahm diese nicht als Anzeichen war. Schließlich war es ja normal dass mein Körper sich auch mal Monate Zeit lies. Meine Eltern und mein Freund witzelten vor sich hin „Wahrscheinlich bist du Schwanger“. Niemals, dachte ich mir, wie auch. Zuhause angekommen machte ich einen Test - damit ich endlich meine Ruhe habe. Meine Familie behielt recht, ich war schwanger. So recht wollte ich es nicht glauben, Freude war noch keine da. Hingegen mein Freund machte Luftsprünge. Für die Gewissheit brauchte ich noch einen weiteren Test. Oder auch Zwei... Alle zeigten das selbe Ergebnis: Positiv.

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Wenn das Folgewunder auch zum Sternenkind wird

Die Familie hat einen 4-jährigen Sohn und einen Sohn, den sie vor 1 Jahr durch einen vorab diagnostizierten Gendefekt verloren haben. Das "Weitertragen" dieses Kindes hatte ihnen damals aber geholfen, sich 20 Wochen lang auf den Moment vorzubereiten. Nun wurde am Montag das "Folgewunder" geboren, welches - ohne vorherige Anzeichen - plötzlich an einer bakteriellen Infektion verstarb. Die Mutter sagte so schön: "Die Ärzte rennen mit Antibiotika einer Infektion hinter, wissen aber nicht, ob sie sie einholen. Leider haben sie es nicht geschafft, sodass gestern die Maschinen abgeschaltet wurde. Die Eltern haben das Kind mit nach Hause genommen und heute früh habe ich dann das Shooting gemacht.

"Eine Familie, die einen nach Außen hin so krass anderen Lebensentwurf hat als ich - und am Ende doch auf den gleichen Werten basiert. Ganz viel Liebe, Fürsorge, Emotion und Glücklichsein."


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Tyler

Auch ich bin jetzt bereit meine Geschichte zu erzählen. Ich möchte es, weil ich denke, dass ich so besser verarbeiten kann.

Alles fing an, Ende September, meine Periode kam die ganze Zeit nicht, da machte ich mir Sorgen, aber dachte nicht gleich an Schwangerschaft, nachdem aber der SSW Test nach nicht mal 2 Sekunden positiv war, bekam ich so Herzrasen und dachte ich fall gleich um.

Ich fing so bitterlich an zu weinen... warum?
Weil ich 21 Jahre bin, im 3 Ausbildungsjahr, kein festes Einkommen.
Für mich ist die Welt in diesem Moment zusammen gebrochen. Ich mache in einem

halben Jahr meine Abschlussprüfung und dann das... Die Freude war nicht sehr groß.. es war ungeplant.

Nun ja nach dem 2. SSW Test bin ich dann ein paar Tage später zum FA, der mir dann sagte „ Herzlichen Glückwunsch, sie sind schwanger! 7. SSW das Herz ist auch schon super zu erkennen“

Ich habe keine Luft mehr bekommen, als ich dieses kleine Herz gesehen habe, ich hatte auf einmal so viele Gedanken in meinem Kopf... ich wusste überhaupt nicht wohin & dann kamen sie wieder, die Tränen.

So, der nächste FA Termin stand fest..
3 Wochen später zur Nachkontrolle. Das erste mal den „Papa“ mitgenommen weil ich ihm sein Baby zeigen wollte. Aber anstatt ein Bild zu bekommen und gesagt zu bekommen „Es ist alles ok“ kam nur der Satz „ Die Nackenfalte ist verdickt"

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​„Jannis, schaut mal, er atmet doch“

„Jannis, schaut mal, er atmet doch“

Dieser Einsatz hat mich noch mehr berührt als sonst und darüber möchte ich gern einen Bericht schreiben. Es war der letzte Tag im Februar, Mark und ich wollten am nächsten Tag für ein langes Wochenende nach Island gehen und ich hatte mir den Tag freigehalten für ein paar Reisevorbereitungen. Der Call kam bereits morgens, ein reifes Kind, gestern im Bauch verstorben, Geburt eingeleitet. Da ich an dem Tag flexibel sein konnte, sprach ich mich kurz mit Mark ab, nahm den Einsatz an und rief den Vater an. Er war zu Hause, im Hintergrund ein kleines Kind, ein, in dem Moment, recht sachliches Gespräch. Er hatte jetzt meine Nummer und wollte mich anrufen, sobald Jannis geboren war. Im Nachhinein erfuhr ich, wie perplex der Vater war. Seine Frau hatte vom Krankenhaus aus DSK alarmiert, die Festnetznummer von zu Hause angegeben und das ihrem Mann mitgeteilt. Keine 10 Minuten nachdem er die Nachricht gelesen hat, rief ein Koordinator an, da war er das erste Mal sprachlos. Weitere 10 Minuten später rief ich an, das hat ihn alles unglaublich beeindruckt und in dem Moment fast ein wenig überfordert.

Ich verbrachte meinen Tag mit Vorbereitungen für die Reise und war nachmittags gerade beim Bügeln, als ein weinender und hilflos wirkender Mann bei mir anrief, der überhaupt nicht mehr gefasst oder sachlich klang. Ich versprach ihm direkt loszufahren und auch, dass ich Zeit mitbringe und auch vor Ort gern warte, falls es noch nicht passen sollte mit dem Fotografieren.

Als ich im Auto saß, ging mir wie jedes Mal durch den Kopf, was mich wohl erwarten würde. Ein Kind, welches "fertig" war, Eltern die bis vor zwei Tagen voller Freude waren, jetzt jäh zerstört. Meine Gedanken kreisten um diesen Einsatz, als mir kurz hinter Mainz ein anderer Gedanke in den Kopf schoss. Verdammt, das Bügeleisen... Scheiße, du hast das Bügeleisen nicht abgesteckt. Oder doch? Ich versuchte zu rekonstruieren, aber jedesmal blieb ich an dem Punkt hängen als mein Handy geklingelt hat und ich quasi fast unmittelbar los bin. Zurückfahren kam nicht in Frage, das hätte mich im Berufsverkehr mindestens eine Stunde gekostet und ich wollte meine Ankunftszeit einhalten. Irgendwo hielt ich an und schrieb Mark eine Nachricht, dass er bitte direkt wenn er nach Hause kommt im Bügelzimmer nach dem Bügeleisen schauen soll. Als ich im Parkhaus des Krankenhauses ankam hatte ich schon eine Antwort: "Lol should I check first to see if the room is still there". Ja, ich liebe diesen englischen Humor! :-D Aber auch wenn das komisch klingt, die Nachricht beruhigte mich und als ich auf dem Weg ins Krankenhaus war, hatte ich das Bügeleisen vergessen und war in Gedanken bei der Familie zu der ich gerade ging.

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Sophia - unsere Kämpferin

Unser kleiner Sonnenschein war bereits 6 Tage über dem Termin aber alles war in Ordnung. Mir ging es gut, das CTG und der Ultraschall am Morgen beim Arzt war auch super. Wir haben uns entschlossen, am Nachmittag mit unserem Sohn noch ein Eis essen zu gehen, denn schließlich muss er ich ja bald die Aufmerksamkeit von uns teilen.

Alles war einfach perfekt. Als wir fertig waren, haben wir unseren Sohn zur Oma gebracht, damit wir, wenn es los geht, gleich in die Klinik fahren können und nicht noch warten müssen, bis jemand für unseren Sohn da ist.

Den Abend haben wir ruhig ausklingen lassen und gegen halb 9 verspürte ich leichte Wehen.
Ich sagte zu meinem Mann er soll sich schon mal schlafen legen, denn ich vermute es wird eine lange Nacht. Ich bin derweil in die Wanne gegangen, um zu schauen, ob die Wehen blieben oder wieder verschwinden.

Sie blieben.

Auch ich bin dann ins Bett gegangen, um mich noch ein wenig auszuruhen. Als dann gegen halb 11 die Wehen immer stärker wurden und auch in kürzeren Abständen kamen, habe ich meinen Mann geweckt und gesagt, er soll sich anziehen. Es geht los, bald haben wir unsere Prinzessin im Arm.

Als wir nach 25 Minuten Autofahrt in der Klinik ankamen und endlich im Kreißsaal waren, war ich schon ein wenig erleichtert.
Ich wurde ans CTG angeschlossen und untersucht.
Alles in Ordnung.

Hoffentlich dauert die Geburt nicht auch 25 Stunden wie bei unserem Sohn. Ein paar Minuten später kam eine Ärztin um ein Ultraschall zu machen. Alles in Ordnung.

Wir sind dann vom Vorzimmer Richtung Kreißsaal gelaufen, auf dem Weg dorthin bin ich nochmal schnell auf die Toilette.
Die Wehen wurden dort immer stärker und als auch ich im Kreißsaal ankam, sagte ich nur, es drückt so nach unten und ich habe das Gefühl als müsste ich mit pressen.

Ab da an ging alles ganz schnell.

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Heute ist Marie der Star !

SSW 37+5, Kind soll lebend fotografiert werden; Versterben jederzeit möglich!! EILT!!!

Ich sitze gerade noch im Büro, als mich der Alarm erreicht. In wenigen Minuten werde ich nach Hause gehen, in Gedanken schon bei der nächsten Kundin in meiner Gesundheitspraxis. In einer guten Stunde würde sie eine Behandlung bekommen, wie fast jede Woche um diese Zeit. Doch heute wird der Termin ausfallen. Die Zeilen der Alarmierung lassen meinen Puls höher schlagen. Ich denke nur eins: Oh, nein! Ich habe keine Kamera bei mir. Auch keinen Vertrag, keine Kärtchen, nichts. Ich bin nur 200m entfernt, und nun das! Ich schreib schnell ins Forum, dass ich in etwa einer Stunde dort sein kann, weil ich mir meine Kamera von Zuhause holen muss. Doch als ich das abschicke, fällt mir ein, dass wir in der Firma eine Kamera haben müssten. Ich rufe den Kollegen an, ob ich sie mir ausleihen darf. Ich laufe in sein Büro, um sie abzuholen. Noch schnell den PC abdrehen, Behandlung absagen, Hund wird ausgeführt. Alles läuft. Keine zehn Minuten später bin ich schon am Weg ins Klinikum. Bei meinen Einsätzen war es bisher so, dass ich mich immer bei der Kontakt-Schwester anmelde. So auch heute. Sr. Irene war allerdings gerade auf Mittag, war aber kein Problem, eine andere hat sofort übernommen. Die Schwester holt gleich die Kleine aus dem Säuglingszimmer, ich muss nur kurz warten. Sie fragt noch, ob ich beim Fotografieren ihre Hilfe brauche. Ich danke ihr und sage, dass ich das mit den Eltern bestimmt allein hinbekomme. Als wir gemeinsam zu den Eltern gehen, erzählt sie mir von Marie. „Sehen sie sich das an! So eine süße Maus! So ein wunderhübsches Mädchen! Die Eltern haben erst vor drei Wochen beim Ultraschall erfahren, dass Marie kein Gehirn hat.“

Marie liegt so friedlich in ihrem Bettchen, kein Mensch würde erahnen, dass dieses liebe kleine Mädchen nicht lange auf dieser Welt sein darf.

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Matilda - unser Engel

Manchmal ist das Leben perfekt. Vielleicht zu perfekt. Nach langen Jahren Fernbeziehung, hatten wir uns endlich unser Nest geschaffen und waren vereint. Zwei Monate später, beide mit knapp 39, haben wir dann geheiratet. Für uns beide die zweite Ehe und unser ganzes Glück. Jetzt wollten wir auch unseren Traum vom Wunschkind endlich verwirklichen. Weitere zwei Monate später waren wir schwanger und überglücklich. Unser Wunder sollte im selben Monat geboren werden, in dem wir beide Geburtstag haben. Sehr zu unserer Freude wenige Tage vor unseren 40. Geburtstagen. Errechneter Termin der Geburtstag vom bereits verstorbenen Opa. Alles war perfekt. Das sollte einfach so sein.

Bald schon war klar: wir bekommen ein Mädchen. Die Schwangerschaft verlief recht ruhig. Der ein oder andere Hormonwert war etwas niedrig. Im weiteren Verlauf der Blutfluss zur Gebärmutter nicht ganz in der Norm. Wir wurden also eng überwacht und bei der nächsten Kontrolle bestätigte auch der Arzt das Gefühl: Alles ist gut. Es gesellte sich eine leichte Schwangerschaftsdiabetes dazu. Auch diese war jedoch ohne großen Aufwand gut unter Kontrolle. Mittlerweile begann auch schon der 9. Monat. Unser wunderhübsches Mädchen sollte etwas klein sein. Der Kopf etwas weiter als der Körper. Oh sie hat beim ganzen CTG geschlafen? Ist das schlimm? Nein, wir müssen nur beim nächsten Mal sehen, dass sie wach ist.

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Mein erster Einsatz

Mittwoch, 09:26 Uhr.

Traumhafter Sonnenschein bei eisigen 0 Grad.
Ist das schön einfach mal in Ruhe nach dem ganzen Prüfungsstress ausschlafen zu können. Nach einem kurzen Frühstück lege ich mich noch für 5 Minuten ins Bett – PING – meine AlarmApp leuchtet auf. Das Herz eines kleinen Engels hat in der 37. Schwangerschaftswoche aufgehört zu schlagen. Ich verfolge die Rückmeldungen der anderen Fotografen. Ein rotes Feld nach dem anderen erscheint. Keiner hat Zeit für den Kleinen. Ich warte und werde langsam unruhig. Nach der 20. Absage beschließe ich zuzusagen, schließlich habe ich heute komplett frei und nichts mehr vor.
Zwei andere Fotografen melden sich bereits im Forum, dass sie zu bestimmten Tageszeiten den Einsatz übernehmen könnten. Ich trage mich ebenfalls ein, dass ich den ganzen Tag Zeit hätte. Plötzlich wird es ernst: die Koordinatorin bittet mich, die Hebamme, welche im Kontaktformular eingetragen ist anzurufen und doch bitte alles Weitere zu klären.
Mit einem etwas mulmigen Gefühl rufe ich im Krankenhaus im Kreissaal an. Die Hebamme ist super nett und freut sich über meinen schnellen Anruf. Sie erzählt mir, dass das Herz vom kleinen Levi gestern aufgehört habe zu schlagen und seine Geburt heute Nacht bereits eingeleitet wurde. Es könnte also am Vormittag so weit sein. Ich versichere ihr, dass ich jederzeit losfahren kann wenn es losgeht und wir verabschieden uns. Ich versuche mein Toast zu Ende zu essen, kriege aber keinen Bissen mehr runter. Unter der Dusche schaue ich alle 30 Sekunden raus zu meinem Handy ob die Hebamme anruft. Himmel, ich war noch nie so nervös!
45 Minuten nach dem ersten Telefonat klingelt mein Handy. Es geht los. Der kleine Levi kommt.
Alle Sachen sind zusammengepackt. Ich überprüfe zum gefühlten 20. Mal ob ich alles eingepackt habe: Kamera, Akkus, Speicherkarte, Formulare für die Eltern, Visitenkarten unserer Organisation. Alles da.

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Junis - so ein kleines Sternchen

Ich lese gerne die Einsatzberichte. Sie haben mich zu DSK geführt und sie haben mich vorbereitet. Sie haben mir gezeigt, was auf mich zukommen kann, wie emotional die Angelegenheit ist, aber, und vor allem, wie wunderbar wertvoll die Arbeit ist! Das habe ich euch allen zu verdanken, die sich die Mühe machen, ihre Gedanken aufzuschreiben und mich sowie andere so daran teilhaben lassen. Vielen Dank dafür!!! Um für noch mehr Berichte zu sorgen, werde ich mich nun also auch daran versuchen und euch erzählen, wie der erste Einsatz für mich war.

Wochenende. Das Handy meldete eine Nachricht. Ein Einsatz nahte. 15. SSW, Einleitung für Montag geplant. Die Eltern haben in der 14. SSW erfahren, dass ihr Kind nicht mehr lebt. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch nicht genau wissen, wann das Sternchen da sein würde. Also haben wir Kieler (das ist eine tolle Truppe, sag ich euch!) uns abgesprochen und ab Montag, sowie für die darauffolgenden Tage geklärt, wer wann in etwa kann.

Montag. Die Eltern waren seit 9:30 Uhr in der Klinik. Sie mussten drei Stunden warten, bevor man sich um sie und die Einleitung kümmerte, wie ich später erfahren sollte. Noch einmal haben wir DSKler untereinander besprochen, nun ein wenig konkreter, wer wann kann. Alle möglichen Zeiten waren jetzt abgedeckt. Wir waren bereit für das Sternchen. 18:46 Uhr, die Wehen setzen ein. Doch es hieß weiterhin warten…. Ich bin später ins Bett gegangen, bis dahin gab es noch nichts Neues.

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Leander, unser Traum vom Glück

Der Tag an dem für uns die Welt stillstand… 29.11.2017. Ich wurde gegen 05.55 Uhr wach. Was war das, warum zieht das immer so unangenehm? Sind das Wehen? Keine Ahnung, ich hatte noch nie Wehen. Es kommt regelmäßig, alle 8-10 Minuten. Ich glaube das sind doch Wehen, soll ich meinen Mann vorsichtshalber informieren? Ach ich weiss nicht, wird alles halb so schlimm sein…Mist, wir haben mittlerweile 9.00 Uhr und diese komischen Schmerzen kommen jetzt alle 5 Minuten. Ich rufe meinen Mann an: „Schatz, ich glaube ich habe Wehen, kannst du Heim kommen?“ „Ja klar, ich mache mich sofort auf den Weg!“

Eine Stunde später saßen wir im Auto auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich hatte ein komisches Gefühl. Er hat doch noch 4 Wochen, warum jetzt schon? Er ist doch noch so klein! Oh mein Gott, wir werden heute schon Eltern. Bin ich schon soweit Mama zu werden?

Im Kreissaal angekommen erklärte ich der Hebamme meine Beschwerden und diese meinte, dass es bestimmt nur Senkwehen seien, das würde zeitlich ja auch hinkommen. „Wenn Sie schon hier sind, dann schauen wir gleich mal nach ihm!“ Wir gingen ins CTG-Zimmer. Eine FSJlerin kam um mir das CTG anzulegen…keine Herztöne! Ich war sofort nervös. Sie fragt mich ob er sich öfters verstecken würde und wann das letzte CTG gemacht worden wäre. Ich antwortete ihr am letzten Dienstag und die Herztöne waren immer sofort da. Sie versuchte mir die Angst zu nehmen und meinte, dass es öfters vorkommen würde, dass die Babys sich verstecken und man nicht sofort die Herztöne finden würden.

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Aurelio ist gegangen - und es ist gut so

Als Donnerstag Nachmittag der Alarm auf der NotfallApp einging, holte ich gerade meine Kinder von Kita und Schule ab. Ein kleiner Junge mit schwerem Herzfehler, geboren in der 32. Woche - und er lebt noch! Ich übernahm den Einsatz, rief bei den Eltern an. Vielleicht hatten wir Glück und würden noch Lebendbilder machen können? Der Empfang bei den Eltern im Krankenhaus war allerdings so schlecht, dass kein einziger meiner Anrufe durchging. Ich hinterließ eine SMS. Am späteren Abend dann der Rückruf - gerade als mein eigener Sohn einen Wutanfall hatte, weil ich nicht wollte, dass die Kinderküche erneut mit Wasser überflutet wird. (Was für eine Lappalie, wenn ich nun daran denke...) Eilig verließ ich das Kinderzimmer, das Türgitter ließ ich einschnappen, um "in Ruhe" zu telefonieren. Das Theater im Kinderzimmer ging aber weiter. Eine Etage tiefer, im Wohnzimmer, konnte ich dann aber sprechen. Ein lieber Vater, ruhige Stimme. "Sie haben auch Kinder, wie ich höre? (...) Wir haben auch zwei Kinder zuhause (...). Unser Aurelio ist heute geboren worden, aber bei ihm sieht es nicht gut aus. Es werden einige Untersuchungen gemacht. Morgen wissen wir mehr." Ich sagte ihm, dass er jederzeit anrufen könne, auch nachts. Und dass wir gerne DU sagen können, schließlich lässt mich die Familie an ihrer engsten und emotionalsten Familiengeschichte teilhaben. Wir brauchen also eine Vertrauensbasis. Ich erzählte ihm dass Aurelio auf jeden Fall von uns fotografiert wird. Je nachdem wann die Familie bereit für Bilder wäre, würde ich dann selbst hinfahren können. "Ich kann gar nicht glauben, dass es heute noch solche Menschen gibt, die so etwas für andere tun. Das ist so toll", sagte er. Ein so schöner Satz. Wir verabredeten noch ein Telefonat für den nächsten Tag, wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Immer wieder schaute ich am darauf folgenden Tag aufs Telefon, bis dann am Abend die Nummer von Aurelio`s Eltern auf dem Display erschien. Ich saß gerade im Auto, fuhr rechts ran.

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Mein erster Einsatz - Vincent und Leopold

Es war Sonntag, der 3. Advent. Gegen 10 Uhr klingelten mich die sanften Töne meiner Alarm-App aus dem Bett. So friedlich und leise wie ein Sternenkind diese Welt verlässt, möchte ich auch alarmiert werden. Ich schaue auf mein Handy. Das Krankenhaus ist nur 30 Autominuten entfernt. Ich akzeptiere und melde mich sofort im Forum um Bescheid zu geben, dass ich den Einsatz übernehmen kann. Innerhalb von wenigen Minuten hatte sich bereits eine Kollegin gefunden, die den Einsatz übernimmt.

Vier Stunden später ein neuer Alarm. Das gleiche Krankenhaus – jedoch Zwillings-Sternchen – sie heißen Vincent und Leopold, wie ich später erfahre. Ich übernehme den Einsatz. Es wird mein Erster sein. Sogleich rufe ich den Papa an kläre alle wichtigen Details. Die Mama möchte gerne dabei sein wenn die Fotos gemacht werden. Der Papa überlegt noch, wird aber auf jeden Fall mit zum Krankenhaus kommen. Ich telefoniere mit dem Krankenhaus, organisiere das Auto, packe meine Kameratasche und drucke den Fotovertrag aus. Dann geht es auch schon los.

Vor fast 30 Jahren wurde ich selbst in diesem Krankenhaus geboren. Zwei Monate zu früh und ich bin mir sicher, dass ich meinen Eltern einige schlaflose Nächte bereitet habe, bis es die Entwarnung gab das ich es schaffen würde. Und nun bin ich auf dem Weg in genau dieses - mein Krankenhaus um zwei tapfere kleine Sternenkinder zu fotografieren die leider nicht so viel Glück hatten wie ich damals.

Die Autofahrt verbringe ich damit, meine Gedanken zu sortieren. Ich überlege, wie es wohl sein wird. Wie ich den Eltern begegne, wie es ihnen geht und wie ich den Einsatz verkraften werde. Es beruhigt mich, dass ich den Eltern mit meinen Bildern eine bleibende Erinnerung schenken werde, eine Erinnerung die ihnen niemand auf dieser Welt mehr nehmen kann.

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​Maximilian Renee - So nah und doch so fern

Ich werde diesen Tag niemals vergessen...
6. September 2017... Es schien zuerst alles normal. Die Große war gut drauf und freute sich auf den Kindergarten. Sie sagte ihrem kleinen Bruder wie jeden Morgen "Guten Morgen Maximilian Ich hab dich lieb" und gab meinen Bauch einen Kuss. Vom Kindergarten wieder zu Hause angekommen dachte ich schon das etwas komisch ist... Ich spürte bis dato keine Bewegungen, was nicht normal war, da der Kleine sich sonst viel bewegte. Ich rief meinen Mann an das etwas nicht stimmte und er sagte nur ich soll mir keine Sorgen machen, da ich in der 30 SSW wäre und der Kleine vielleicht einfach weniger Platz hätte oder vielleicht sogar noch schläft. Ich dachte: "Naja vielleicht hat mein Mann ja recht." Der Tag verging und ich spürte immer noch keine Bewegungen... Als mein Mann von der Arbeit kam sagte er nur: "Ach, es ist doch möglich das du es einfach nicht mitbekommen hast, immerhin hast du die Große gebadet." Und wieder dachte ich: "Ja er hat vermutlich recht." Doch am Abend wurde ich innerlich immer unruhiger bis ich plötzlich auf der Couch anfing zu weinen... Mein Mann sagte nur etwas genervt: "Dann fahr ins Krankenhaus, aber es wird schon nichts sein."
Ich fuhr... alleine, da mein Mann bei der Großen bleiben musste, die am schlafen war. Die Fahrt war unerträglich... Im Krankenhaus angekommen, konnte ich direkt durch zur Ärztin. Diese machte einen Ultraschall.
Ich sah meinen Sohn auf dem Monitor doch er bewegte sich nicht. Die Ärztin fing an kritisch zu gucken, schaute immer weiter aus sämtlichen Perspektiven.

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Diese Bilder zu haben ist das Kostbarste überhaupt....

Hallo, immer wieder lese ich die Berichte der Sternenkindereltern und dachte mir heute erzähle ich unsere.......

Alles war so perfekt, alles war toll! Wir erwarteten unser 3 Kind. Nach 2 Jungen sollte es ein Mädchen werden. Die Freude war riesig und wir waren voller Freude. In der 20. SSW änderte sich alles für uns, wir gingen zu einer Routine Untersuchung. Dein Papa sollte dich das erstemal sehen auf dem Bildschirm. Doch es kam alles anders. Der Arzt machte einen Ultraschall und saß ganz ruhig einfach nur da, ich spürte sofort, dass etwas nicht stimmte. Er wurde sehr ernst und erzählte, dass unser kleines Mädchen sehr krank sei. Er gab uns eine Überweisung zur Pränataldiagnostik, hier sollte ein genauerer Ultraschall gemacht werden. 2 Tage später war es auch schon so weit. Die ganze Autofahrt waren wir am schweigen so viele Ängste und Gefühle...

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"Und? Alles dran am kleinen Mann"

Hallo liebes Team,

ich möchte mich von ganzem Herzen bedanken.

Euer Fotograf Tobias Stein hat sich unserem Ruf angenommen.

Zu uns: wir, eine kleine glückliche Familie mit einer harten Diagnose, denn unser Sohn hat eine Anenzephalie, welche in der 24. Woche festgestellt wurde und ich entschied mich dazu, ihm das Leben so kurz es auch sei, zu schenken.

Er kam am 21.10.17 um 18.50 zur Welt so tapfer, so groß und stark. Er ist ein wunderschöner kleiner Krieger mit dem Herzen eines Grizzlys.
Am 22.10.17 kam unsere tolle Krankenschwester Kaya zu uns und erzählte von euch. Bis dahin lebte unser Sohn noch, aber aufgrund der Diagnose war er eher bewusstlos, atmete aber allein und sein Herzchen schlug so unfassbar stark.

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Gewinner des Publikumspreises 2017 vom




Gewinner Publikumspreises 2017 Smart Hero Award



Noel und Liam - ihre Mama erzählt
2015 sagte der Arzt zu uns „Sie ...
Tyler
Auch ich bin jetzt bereit ...
​„Jannis, schaut mal, er atmet doch“
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Heute ist Marie der Star !
SSW 37+5, Kind soll lebend fotografiert werden; Versterben jederzeit möglich!! EILT!!!Ich sitze gerade noch im Büro, als mich der Alarm ...
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Leander, unser Traum vom Glück
Der Tag an dem für uns die Welt ...