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Kostenlose Bilder für Dein Sternenkind

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Nico - du fehlst so sehr

Zu unserer Geschichte

Letztes Jahr im Oktober beginnt sie. Damals war ich ca. in der 6. SSW als uns meine Frauenärztin das 1. Mal mit der Diagnose einer Eileiterschwangerschaft... in die Klinik einwies... viele Ärzte viele Meinungen und nur eine Ärztin die an Dich geglaubt hat und sie sollte recht behalten. Du Hast dich damals ins Leben gekämpft und warst so tapfer.
Nach der 12. Woche stieg die Vorfreude und Weihnachten letztes Jahr haben wir es unserer damals 5-jährigen Tochter erzählt. Sie hat sich so gefreut große Schwester zu werden.
Im Februar wussten wir, dass du unser kleiner Junge wirst. Deine Schwester freute sich wie verrückt, denn sie hatte sich einen Bruder gewünscht. Alles verlief super, du warst immer sehr aktiv. Bis zu diesem schicksalhaften Tag im Juni, der unser Leben komplett verändern sollte.

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Der kleine Kämpfer

Es ist Dienstag, 13 Uhr. Ich bin gerade auf dem Weg in den Wald mit meinem Hund. Die Sonne scheint, die Bäume tragen noch das restliche bunte Laub auf ihren Kronen, als der Alarm am Handy ertönt. Ich schau aufs Display und entdecke sofort ein Wort: Linz. In Sekundenbruchteilen ist mir klar, dass ich den Einsatz in der eigenen Stadt annehme. Kurz geht mir noch durch den Kopf: heute kann ich, morgen und in den nächsten Tagen auch, falls es kein sofortiger Einsatz wäre. Meine Mutter ist meine Begleitung beim Hundespaziergang, ich entschuldige mich bei ihr, dass ich nun kurz im Forum was checken und erledigen muss.

Nachdem ich mich eingetragen habe, kommt auch sofort das OK von Oliver, dass ich die Eltern anrufen kann. Ein Adrenalin-Stoß, aber es bleibt keine Zeit lange darüber nachzudenken. Ich wähle die Nummer und eine sehr ruhige Mama hebt ab. Ich stelle mich vor, und sage ihr, dass ich vom Verein Dein Sternenkind bin. Die erste Reaktion: „Wow, das geht ja schnell bei euch! Ihr seid so toll!“ Sie erzählt mir, dass Jan seit der Geburt vor fünf Monaten an diversen Schläuchen und am Beatmungsgerät hängt und sie noch dazu am Wochenende die Diagnose „Zellweger Syndrom“ erhielten. Diese ist ausnahmslos tödlich. Sie weiß nicht, wie lange ihr Sohn noch leben wird. Sie glaubt, dass er das Wochenende nicht mehr überstehen wird, da er schon sehr, sehr schwach ist. Ich sichere ihr zu, dass ich den Einsatz machen werde, und sie mich zu jeder Zeit anrufen kann. Auch nachts. Während des Gesprächs schluchzt sie einmal heftig und sagt nur: „Ich bin so froh, dass es euch gibt!“

Nun heißt es warten. In der Nacht nehme ich mir das Handy mit, damit ich den Anruf nicht verpassen kann. Tagsüber lese ich viele Einsatzberichte im Forum, da es ja mein erster Einsatz sein wird und ich mich vorbereiten möchte. Ich bereite meine Kamera vor, lade die Akkus auf, und kontrolliere meine Tasche mit dem Zubehör (Decken, Blumen, Häubchen, etc.). Alles steht bereit.

Donnerstag, 6.45 Uhr. Das Handy läutet.

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"Mein Sternchen, das keines wurde..."


„Wir müssen unsere kleine Paulina gehen lassen und ich wollte dich fragen, ob du Aufnahmen von uns machen würdest, wenn Paulina geboren wird. Wir wissen nicht genau wann ihr Herz aufhören wird zu schlagen.“

Diesen Satz las ich am 01.02. dieses Jahres als ich mich gerade mit meinen lieben Sternenkindfotografen zum Austausch in einem Restaurant treffen wollte. Ich blieb vor dem Lokal stehen und las die Mail noch mal.. Nur zwei Sätze.. aber wie schwer muss es der Mama gefallen sein, diese zu schreiben..

Ich erzählte gleich meinen Kollegen von dem uns bevorstehenden Einsatz.. Zu dem Zeitpunkt war die Mama in der SSW 24+3.

In den nächsten drei Tagen habe ich jeden Tag mit der lieben Mama geschrieben.. am 04.02. las ich, dass Paulina immer schwächer wird.. so schwer auch für mich diese Zeilen zu lesen.. und unvorstellbar, wie diese Zeit für die Eltern ist.. zu hoffen, Bewegungen zu spüren.. die Angst, wenn es ruhiger ist.. ruhiger wird... Wir hielten uns bereit.. wir alle ... jederzeit losfahren zu können..

Was war passiert?

Bei einer Routineuntersuchung in der 23 SSW stellte die Frauenärztin fest, dass Paulina seit drei Wochen nicht mehr gewachsen ist... zudem sieht man nur noch sehr wenig Fruchtwasser. Eine weitere Untersuchung im UKSH steht fest: Ihr geht es gar nicht gut, die Eltern müssen jeden Moment damit rechnen, dass ihre Tochter im Bauch einschläft. Fassungslosigkeit – die Mama schreibt mir, dass sie sich zu dem Zeitpunkt in einer Grauzone bewegten. Paulina ist in der 23.SSW und wiegt unter 500g. Kommt sie nun zur Welt, werden keine lebenserhaltenen Maßnahmen eingeleitet.

Zu Hause angekommen haben die Eltern ihre Familien angerufen und ihnen gesagt, dass Paulina wahrscheinlich sehr bald im Bauch einschlafen wird. Ja. Paulina. Jetzt verraten sie den Namen, denn Paulina soll nicht bloß das Baby sein, dass Tot zur Welt kommen wird. Sie soll ihren Namen tragen.

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So viel Liebe und Trauer auf einem Fleck...

Den heutigen Einsatz muss ich mir von der Seele schreiben.

Ich bin nun doch schon lange als Sternenkind-Fotograf engagiert, habe viele Erinnerungen schaffen dürfen, aber ein solches Drama wie heute habe ich noch nicht miterleben müssen...

Es ist 13:31 als der Administrator-Alarm klingelt - Einsatz in meinem Kreis. Schnell entschliesse ich mich den Einsatz selbst anzunehmen.

Die beste Ehefrau von allen hat Nachtdienst, also kann ich mir das Auto schnappen. Ich rufe im Krankenhaus an und habe die Mutter in der Leitung.

Der kleine F. wurde in der 22. Schwangerschaftswoche nach einem Blasensprung tot geboren.

Die Kameratasche steht für solche Fälle immer parat, schnell noch ein paar Einschlagdeckchen und einige Kleidungsstücke von den Näherinnen, die uns versorgen eingepackt und ab auf die Autobahn.... das Navi sagt 35 Minuten, kein Stau. Zügig geht es voran.

Ich zünde mir während der Fahrt eine Zigarette an und denke darüber nach, wie der Einsatz wohl werden wird nach der schlimmen Geschichte vor zwei Tagen mit einem Sternenkind in einem anderen Krankenhaus der gleichen Stadt, das ich fotografieren durfte.

Als ich ankomme denke ich noch: „Glück gehabt, Parkplatz direkt vor der Klinik.“

Am Empfang frage ich nach der Zimmernummer und der Station der Mutter. 2. Stock. Ich nehme den Aufzug. Auf der Station kommt mir eine Krankenschwester entgegen - sieht meine Kameratasche und spricht mich sofort an, ob ich der Fotograf sei.

Ich bestätige und sie bringt mich zum Zimmer der Eltern. Ich atme zweimal kräftig ein und aus, klopfe an und öffne die Tür.

Der Raum ist abgedunkelt, auf dem Bett liegt die junge Mutter und der ebenfalls junge Vater kauert neben ihr. Die Krankenschwester kommt herein und erklärt, sie würde das Kind herrichten und im Abschiedsraum für uns bereitlegen, wir können schon mal runtergehen und dort auf sie warten.

Die recht kraftlos wirkenden Eltern ziehen ihre Schuhe an, und wir fahren mit dem Aufzug in den Keller - die Eltern waren schon mehrmals unten bei ihrem Sohn in den letzten Stunden und kennen den Weg.

Wir nehmen vor dem Abschiedsraum Platz und warten. Warten 5 Minuten, zehn Minuten......werden langsam ungeduldig.....
Dann kommt die Krankenschwester mit bestürztem Gesichtsausdruck und erklärt uns ganz leise, dass das Kind nicht mehr da sei.

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Sternenprinz Paul Leo


Der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind war gross. Nach mehreren Fehlgeburten hatten wir eigentlich mit dem Thema abgeschlossen, doch sass mitten im Dezember der Storch bei uns auf dem Dach.. und der Schwangerschaftstest kurz darauf war positiv. Unser Paulchen war unterwegs.

In der 22. Schwangerschaftswoche wurde der Arzt jedoch beim Ultraschall sehr ernst.. das Herz sass bei Paulchen viel zu weit auf der linken Seite und auf der rechten Seite war zu erkennen, dass die Leber im Brustraum sass - die Diagnose: angeborene Zwerchfellhernie. Es wurde vermutet, dass Paul auf der rechten Seite entweder ein grosses Loch im Zwerchfell hatte oder kein Zwerchfell vorhanden war. Durch dieses Loch rutschen die Organe aus dem Bauchraum in den Brustkorb und verhindern, dass die Lunge sich richtig ausbilden kann. Die Uniklinik in Freiburg bestätigte die Diagnose, doch sah die Lungengrösse hier noch relativ gut aus. Dochj sind rechtsseitige Zwerchfellhernien in der Regel immer schwieriger und so wurden wir nach Mannheim in die Uniklinik überwiesen, sie haben sich auf diese Erkrankung spezialisiert.

Uns wurde auch gesagt, dass eine Zwerchfellhernie ein Grund für einen Spätabbruch ist, doch war dies für uns nie ein Thema! Wir wollten es schaffen und waren uns immer so sicher, dass Paul es schaffen wird.
In den folgenden Wochen waren wir 2x in Mannheim um im MRT genau zu sehen, wie schlimm es ist. Doch hatten wir immer Hoffnung, es war zwar ungewöhnlich viel Leber im Brustraum aber Pauls Herz war gesund.

Die Chancen wurden auf über 60% eingeschätzt - "Das Glas ist mehr wie halb voll" um den behandelnden Arzt zu zitieren. An dies haben wir uns all die Monate geklammert.
Paul war gross und kräftig, er war sehr lebhaft und wir alle haben es geliebt, mit ihm zu "spielen".. sobald man ihn angestupst hat, hat er zurückgetreten. Seine grossen Geschwister und sein Papa haben das ständig gemacht.
Er hat Musik geliebt, bei bestimmten Liedern hat er immer fest im Bauch gestrampelt. All das war für uns Zeichen, dass er es schafft. An die andere Möglichkeit nur zu denken haben wir uns nie erlaubt. Es würde schwer werden, viele Monate Krankenhaus würden auf uns warten - aber am Ende würden wir unser Kind mit nach Hause nehmen.
Und dann kam der Tag der Entbindung.
Er war gross. 3900 Gramm und 53 cm. Er war wunderschön.. und der Arzt war furchtbar ernst, als er nach dem Kaiserschnitt mit dem Brutkasten in dem Paul bereits beatmet wurde zu uns ins Zimmer kam, damit wir ihn kurz sehen konnten.

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INFO:


Am 5.12.2017 ist die Bekanntgabe des Gewinners zum Deutschen Engagementpreis 2017. Nun sind wir alle gespannt.

Wir wurden im September nominiert!




Gewinner Publikumspreises 2017 Smart Hero Award