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ELTERNINFORMATION
Fotografen erstellen kostenlose Bilder für Ihr Sternenkind

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Mit Hilfe eines Alarmierungssystems wird unsere Zentrale über Ihre Anforderung informiert. Wir werden dann alle Fotografen in Ihrem Umkreis über den Einsatz informieren. Diese sprechen sich dann untereinander ab.

STERNENKINDER

Fotografen fotografieren Dein Sternenkind



ALLGEMEIN


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Liebe Eltern,

ihr habt erfahren, dass die Zeit mit eurem Baby nach der Geburt leider nur sehr kurz sein wird oder dass eurer Baby bereits im Bauch gestorben ist.
Ihr seid nicht allein!

Manchmal denkt man nicht sofort daran professionelle Fotografien von seinem sterbenden oder bereits verstorbenen Baby zu machen – oder man ist unsicher, mit dieser sensiblen Aufgabe an einen fremden Fotografen heranzutreten. Eltern, die Fotos von ihrem Sternenkind besitzen sind jedoch sehr dankbar dafür. Viele Eltern haben gar keine Fotos von ihrem Sternenkind. Andere haben nur solche, die sie lieber nicht bei sich zu Hause aufhängen und keinem anderen zeigen möchten. Vielleicht weil man zu sehr sieht, dass ihr Baby schon gestorben ist. Vielleicht weil die Bilder von schlechter Qualität sind. Dabei ist es so unendlich wichtig Bilder zu haben, die man mit anderen teilen kann - zeigen kann, dass das Baby da war, im Herzen immer noch da ist, auch immer da sein wird und zur Familie gehört.

DEIN STERNENKIND bietet Erinnerungsfotos als ein Geschenk für Eltern, die entweder ein bereits totes Baby auf die Welt bringen müssen oder denen der Tod des Neugeborenen unausweichlich bevorsteht.
Vielleicht ist euch unwohl bei dem Gedanken, dass jemand in dieser schwierigen Zeit Fotografien von eurem Baby macht. Dennoch empfehlen wir euch von Herzen von unserem Angebot Gebrauch zu machen. Unsere Fotografen möchten euch durch ihre Fotografien unterstützen.
Die Bilder müsst ihr euch nicht sofort ansehen, aber sie werden da sein, wenn ihr bereit seid sie anzuschauen. Sie werden euch in eurem Trauerprozess eine wertvolle Stütze sein. Diese Portraits werden für immer eine Erinnerung an eurer geliebtes Baby sein.
Für diese Art von Bildern gibt es leider keine zweite Chance.

Alle Fotografen von Dein Sternenkind arbeiten ehrenamtlich. Einige unserer Fotografen waren selbst mit dem frühzeitigen Tod ihres Babys konfrontiert oder haben den Tod eines Babys im näheren Familien- oder Freundeskreis mitbekommen. Viele sind selbst Eltern und alle Fotografen können gut nachfühlen, wie wichtig Fotos für die Erinnerung sind. Alle möchten euch helfen greifbare Erinnerungen an euer Sternenkind zu schaffen.



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Träger des Pulsus Award 2014
"Initiative des Jahres 2014"

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Meine persönliche Buchempfehlung für Eltern, die ein Sternenkind haben, und dem Bruder oder Schwesterchen eine Gute Nacht Geschichte erzählen wollen.

.... und das - immer wieder und immer wieder....

Kinder lieben solche Geschichten.

( AMAZON LINK )

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DAS BILD


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Warum Fotos so wichtig sind


Eltern entwickeln in der Regel schon vor der Geburt, über die Monate der Schwangerschaft hinweg, eine starke emotionale Beziehung zu ihrem Baby. Doch wenn das Baby noch vor, während oder kurz nach der Geburt stirbt, haben die Eltern meist nur wenige greifbare Andenken an ihr Baby.

Aus diesem Grund ist das Schaffen und Sammeln von greifbaren Erinnerungen für einen liebevollen und bewussten Abschied von seinem Baby unendlich wichtig. Dazu gehören neben Hand- und Fußabdrücken (für weitere Ideen siehe hier: http://www.anencephalie-info.org/d/erinnerungen.php und http://www.pinterest.com/anencephaly/keepsakes-and-memories/ ) auch einfühlsame und würdevolle Fotografien des sterbenden oder bereits verstorbenen Babys.


Ein Bild – als Zeugnis für die Existenz – oder auch den Tod – des kleinen Menschen
Ein Bild – als Zeugnis Eltern zu sein
Ein Bild – als Stütze für die verblassende, optische Erinnerung
Ein Bild – als Hilfe, um die Trauer mit anderen teilen zu können
Ein Bild – als vielleicht einziges Andenken für die Familie und Freunde
Ein Bild – als wichtiger Teil im Trauer- und Heilungsprozess
Ein Bild – als Bestätigung, dass das Baby zur Familie gehört
Ein Bild – als Beweis für die Liebe zum Baby
Ein Bild – als Illustration der Geschichte des Babys und der Geschichte der Familie
Ein Bild – als Verbindung von Erinnerungen und Gefühlen
Ein Bild – dessen Bedeutung sich über die Jahre entwickelt und verändert



Meist stehen die Eltern in einer solchen Situation neben sich und es erscheint alles wie ein schlechter Traum. Deswegen sind die Bilder umso wichtiger für später.

Manchmal möchten die Eltern keine Fotos nach der Geburt haben. Sie stehen unter Schock und glauben vielleicht alles so schnell wie möglich vergessen zu wollen. Doch später, wenn sie wieder ein wenig zu sich kommen, werden sie wahrscheinlich Bilder wollen. Dann ist es jedoch zu spät. Man kann die Zeit nicht zurück drehen und Fotos von seinem bereits verstorbenen und beerdigten Baby machen.

ABER – ihr könnt Fotos machen lassen und diese euch erst anschauen, wenn ihr dazu bereit seid. Ihr könnt sie in eine Kiste legen und sie herausholen, wenn ihr sie euch irgendwann – sei es morgen, sei es in einer Woche, in einem Monat oder in einem oder vielen Jahren – anschauen möchtet.

Interessanterweise wurden während des viktorianischen Zeitalters, als die Fotografie bekannt wurde, Bilder von verstorbenen Familienmitgliedern aufgenommen. Diese Bilder wurden an andere Familienmitglieder geschickt, die zu weit weg waren, um bei der Beerdigung anwesend zu sein. Unsere Vorfahren schienen zu erkennen, dass der Tod ein so wichtiges Ereignis war, dass man es dokumentieren sollte. Die visuelle Aufzeichnung schien eine logische Folge.




Quellen:

Monika Jaquier, www.anencephalie-info.org

Todd Hochberg, http://www.toddhochberg.com/about.html
http://www.toddhochberg.com/learn.html

Initiative Regenbogen Glücklose Schwangerschaft e.V.: Fotobroschüre "Ein sehr wichtiges Bild" www.initiative-regenbogen.de

TRAUER



Fehlende Trauerkultur

Fehlende Trauerkultur
Betroffene benötigen nach einem solchen Schicksalsschlag Hilfe und Unterstützung. Oft erleben sie ganz schmerzhaft gerade das Gegenteil: Verwandte, Freunde, Nachbarn, Ärzte, Behörden und manchmal auch Seelsorger reagieren mit Unsicherheit, Hilflosigkeit und Unverständnis. Eine bittere Erfahrung, die fast alle Betroffenen machen müssen.
Der Grund liegt vor allem darin, daß in unserer Gesellschaft Themen wie Tod und Trauer keinen Platz haben, man spricht nicht darüber, das passt nicht zu einer Gesellschaft, die auf Leistung und Erfolg ausgerichtet ist.
Früher gehörten Tod und Sterben eher zum Alltag. Das Sterben fand meist zu Hause statt. Das bewußte Abschiednehmen, das Versammeln ums Sterbebett, Trauerrituale, Kondolenzbesuche, Nachbarschaftshilfe: alles Dinge, die selbstverständlich waren und den Trauernden auffingen. Trauer hatte so ihren festen Platz, durfte gezeigt werden und war ein gesellschaftliches Ereignis. So fühlten sich Trauernde geborgen in ihrer Umgebung.
Heute wird Trauer „totgeschwiegen“, meist aus Unsicherheit, Angst, Gedankenlosigkeit oder falsch verstandener Rücksichtnahme. Um so mehr ist der Tod eines Kindes tabu. Dies führt dazu, daß gerade trauernde Eltern in ein tiefes Loch fallen.
Erfahrung trauernder Eltern

“Freunde wissen plötzlich nichts mehr zu sagen!“

„Trauerst du denn immer noch? Jetzt ist es doch schon ein Jahr her!“

„Niemand spricht mehr von meinem toten Kind!“

„Du hast doch noch zwei andere Kinder....!“

„Du kannst doch noch einmal ein Kind bekommen!“

„Niemand versteht meinen Schmerz!“

„Mein Partner kann mich auch nicht trösten!“

„Ich bin zu nichts mehr fähig, das Leben ist eine einzige Qual!“

„Bekannte wechseln plötzlich die Straßenseite, um mich nicht zu treffen.“
Trauer verstehen - wenn Ihr Kind gestorben ist
Anfangs wollt ich fast verzagen
Und ich glaubt ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber fragt mich nur nicht wie.
(Heinrich Heine)
 
Der Tod eines Kindes erfasst die einzelne Persönlichkeit und das gesamte soziale Umfeld
Unfassbar, was Sie niemals für möglich gehalten haben, ist eingetreten: Ihr Kind ist gestorben. Sie wissen nicht ob –und schon gar nicht wie - Sie weiterleben können. Deshalb möchten wir eines gleich vorweg sagen: Ja, Sie können und werden weiterleben. Ja, Sie werden durch ein tiefes Tal der Trauer gehen müssen, aber es wird Licht geben am Ende dieses Weges. Wir alle, viele, viele verwaiste Eltern, sind vor Ihnen diesen Weg gegangen. Wir sind der lebende Beweis dafür, dass man dieses Grauen überleben und in ein neues, anderes, aber auch wieder gutes Leben hineinwachsen kann. Sie werden das im Moment vielleicht noch nicht wirklich fühlen können, aber es reicht für den Anfang auch aus, es uns einfach nur zu glauben und uns zu vertrauen.

Trauer als Persönlichkeitskrise

Viele Väter, Mütter, Geschwister und Großeltern haben nach dem Tod eines Kindes das Gefühl, verrückt zu werden. Es geschieht so viel in ihnen und um sie herum, das sie nicht verstehen. Sie denken, fühlen und handeln auf eine Weise, die Ihnen möglicherweise völlig befremdlich und damit beängstigend erscheint. Seien Sie gewiss, das ist normal, das haben wir fast alle so erlebt. Das Leben ist plötzlich eine Achterbahn und man versteht sich und die Welt - vorübergehend- nicht mehr.
Ein wenig kann es helfen, wenn man versteht, warum was mit einem geschieht – und dass das normal ist. Deshalb möchten wir Ihnen hier versuchen zu beschreiben, was Trauer bedeutet.
Sie sind diesem Geschehen aber keineswegs hilflos ausgeliefert, sondern können durchaus Einfluss nehmen darauf, wie Sie mit Ihrer Trauer umgehen. Deshalb werden wir Ihnen auch dazu einige Hinweise geben. Verstehen Sie das alles bitte nicht als die „ Wahrheit“ Eine Wahrheit gibt es nämlich nicht. Jeder trauert anders, jeder erlebt den Tod seines Kindes anders, jeder braucht seine eigene Zeit und jeder empfindet etwas anderes für sich als hilfreich. Wir möchten Sie ermutigen, Ihren eigenen Weg zu finden und den mutig zu gehen.
Schock
Viele Trauernde erleben die erste Zeit direkt nach dem Tod des Kindes wie in einem Schockzustand. Das ist ein sehr schlauer Schutzmechanismus der Seele. Nichts erreicht Sie wirklich. Sie handeln oft erstaunlich klar und zielgerichtet. Sie regeln und planen die Beerdigung, die Benachrichtigung von Freunden und Verwandten, die Wohnungsauflösung etc. Später sind die Betroffenen oft erstaunt, was sie alles gemeistert haben in dieser Zeit. Oft haben sie Dinge getan, zu denen sie später nicht mehr in der Lage gewesen wären. Zu einem Zeitpunkt nämlich, an dem der Schutz ein wenig nachlässt und die Bedeutung dessen, was geschehen ist, so allmählich ins Bewusstsein und in unser Herz vordringt.
Die Zeit der aufbrechenden Gefühle
Wenn wir so ganz langsam begreifen, was wirklich geschehen ist, dass unser Kind wirklich und unwiederbringlich tot ist, erahnen wir, welche Veränderung das für uns und unser Leben bedeutet.
Dies ist wohl die schwierigste Zeit der Trauer. Der Schmerz, die Sehnsucht, die Verzweiflung ergreifen von uns Besitz mit voller Macht. Die meisten Trauernden berichten von einem

Gefühlschaos:
* Schuldgefühle, ob berechtigt oder unberechtigt, sind normal. Gefühle, dass das Kind noch leben könnte, wenn man dies oder jenes anders gemacht hätte, erleben viele Eltern. Ebenso Schuldgefühle , weil man dem Kind einen Wunsch erfüllt oder eben nicht erfüllt hat, dass man etwas gesagt oder nicht gesagt hat…Wenn Sie diese Gefühle mit anderen Betroffenen teilen, werden Sie erfahren, das Sie nicht alleine sind mit diesen Gefühlen. Sie werden aber auch erfahren, dass man sich selbst- und anderen- vergeben kann
* Verzweiflung und Einsamkeit sind normal. Selbst dann, wenn Sie eine große Familie oder einen großen Freundeskreis um sich haben, können Sie sich einsam fühlen. Nur wenige Menschen werden verstehen, wie tief Ihre Trauer geht, was Sie empfinden, es sei denn, sie haben Ähnliches erlebt.
* Wut oder Rachegefühle entstehen ebenfalls oft. Manchmal richten sie sich gegen eine bestimmte Person von der Sie glauben, dass sie verantwortlich ist am Tode Ihres Kindes .Manchmal aber richten sich diese Gefühle auch gegen Gott oder das verstorbene Kind. Es kann auch sein, dass Wut einfach ein Gefühl ist, das Sie für eine Weile begleitet, ohne sich gegen eine bestimmte Person zu richten. Sie sind dann wütend auf alles und auf jeden. Das ist normal. Das bedeutet aber nicht, dass Sie diesen Gefühlen ungehemmt freien Lauf lassen müssen. Damit könnten Sie eventuell gerade die Menschen tief verletzen, deren Unterstützung Sie bedürfen. Oft ist es sehr hilfreich diesen Gefühlen Ausdruck zu verleihen in Gesprächen mit anderen betroffenen Eltern. Dort werden Sie auch erfahren, wie andere damit umgegangen sind.
* Neid ist ein Gefühl, für das viele Betroffene sich schämen. Dennoch ist es da - und das ist normal. Man ist neidisch auf andere Menschen, denen solche Schicksalsschläge erspart bleiben, die so unverschämt unbeschwert daher leben, deren Kinder leben dürfen, manchmal sogar, obwohl sie ihre Kinder als Last empfinden, während Sie Ihr Kind geliebt haben. Einerseits steht fest: das Leben ist nicht gerecht. Andererseits wissen wir oft gar nicht, was sich hinter der Fassade aus scheinbarem Glück anderer Menschen verbirgt. Auch uns sieht ja nicht jeder unser Unglück an.
 
 
In dieser Zeit wechseln unsere Gefühle von Tag zu Tag , manchmal von Stunde zu Stunde , von einer Minute zur anderen. Unser Fühlen und Denken ist unberechenbar – für uns selbst und auch für unsere Mitmenschen .Wir verstehen uns selbst nicht, wie sollen uns da andere Menschen verstehen? Das sollten wir durchaus im Auge behalten, es wird uns vielleicht etwas nachsichtiger machen. Nachsichtiger mit uns und mit unserer Umwelt.
So ganz allmählich stellen wir dann fest, wie sich doch einige kleine Veränderungen einstellen. Wir erleben durchaus erste Tage, an denen wir uns gut fühlen, an denen die Dankbarkeit für das was wir hatten größer ist, als die Verzweiflung es verloren zu haben.
Friedrich Rückert, der um zwei seiner Kinder trauert, die 1833 innerhalb weniger Tage an Scharlach starben, schreibt in einem solchen Moment in seinem Buch: Kindertodtenlieder:
So weit nun hab`ich’s schon gebracht
Mit meinem Schmerz bei Tag und Nacht,
Daß ich dich lieber weiß begraben,
Als sollt ich nie gehabt dich haben.
Doch daß ich nicht, wär mirs verliehen,
Dich wieder möcht` hernieder ziehen
Mit meinem Schmerz bei Tag und Nacht,
Soweit hab` ich’s noch nicht gebracht.
Und später schreibt er dazu:
Dich verloren zu haben,
Ist wol ein Verlust;
Doch gehabt dich zu haben,
Ist auch eine Lust.
Nicht gehabt dich zu haben,
Das wär` ein Verlust;
Dich verloren zu haben
Wird dagegen zur Lust.
 
Neuorganisation oder Investition in die Zukunft
Der eine oder andere Gedanke an eine Zukunftsplanung schleicht sich in unser Denken. Wir spüren, dass sich unsere Trauer verändert. Wir können den Gedanken zulassen, eventuell aus dem Kinderzimmer ein Gäste-oder Arbeitszimmer zu machen. Wir buchen einen Urlaub, wie er vielleicht mit dem Kind nicht möglich gewesen wäre. Wir ordnen unser Leben neu. An manchen Stellen erschreckt uns das, aber es ist in Ordnung, ja, es ist notwendig. Unser Kind lebt in uns weiter. Diese Gewissheit begleitet uns in allem Tun.
Der Tod eines Kindes bedeutet auch Familienkrise
Wenn ein Kind stirbt, so bleiben Väter, Mütter, Geschwister, Familien zurück, die in den Grundfesten ihres Seins, ihrer jeweiligen Persönlichkeiten und ihrer sozialen Bezüge erschüttert sind. Persönlichkeit und Familienstruktur geraten aus dem Gleichgewicht. und müssen neu gefunden werden. Vielleicht mag das folgende Bild veranschaulichen, was damit gemeint ist, wenn man sagt: Der Tod zerreißt das Geflecht an Rollen, Funktionen und Beziehungen:
Stellen Sie sich eine Familie als Mobile vor, das ohnehin schon bei jedem Luftzug sein Gleichgewicht austarieren muss.
Nun wird ein Teil des Mobiles abgeschnitten. Das Mobile hängt schief – aus dem Gleichgewicht gekippt, aus der Bahn geworfen. Trauerarbeit heißt nun, dieses Mobile ,dieses Familiengefüge wieder in ein neues Gleichgewicht zu bringen. Ein Gleichgewicht, das sich an die veränderte Situation angepasst hat. Am Ende des Prozesses wird jeder seinen Platz, seine Position verändert haben. Niemand wird mehr an seinem alten Platz sein. Bis das Mobile wieder einigermaßen stabil in der Waage hängt, ist es ein oftmals langer und schwerer Weg voller zusätzlicher enttäuschter Erwartungen aneinander und Verletzungen. Es ist ja niemand da, der als Regisseur Anweisungen geben könnte. Es wird versucht und ausprobiert gewissermaßen nach dem Modell: Versuch und Irrtum. So mag es sein, dass die Mutter ein Geschwisterkind zunächst ganz eng an sich zieht, dieses sich aber auf Dauer eingeengt fühlt und sich infolge seines eigenen Entwicklungsauftrages vehement ablöst. Das wird möglicherweise bei der Mutter zu neuerlicher Verletzung und einem Sich ungeliebt Fühlen führen. Dies ganz besonders auch, weil man als direkt Beteiligter zu wenig Abstand vom Geschehen hat, um die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit solchen Geschehens erkennen zu können Ebenso kann es geschehen, dass die Mütter der Mütter sich selbst ganz zurückziehen( oft weil sie zusätzlich zur Trauer um das Enkelkind es einfach nicht verkraften, ihr eigenes Kind, die Tochter ,so leiden zu sehen.) Zurück bleiben dann Enkelkinder, die die Großmutter vermissen und eine Tochter, die sich ausgerechnet in ihrer schwersten Zeit von der Mutter verlassen fühlt.
Die Familie zusammenhalten

Partnerschaft

Viel zu viele Psychologen und Helfer sind der Meinung, dass eine Scheidung nach dem Tod eines Kindes so gut wie vorprogrammiert sei Die Wirklichkeit sieht so aus, dass Trauer die Beziehung zwar enorm belastet, es aber viele Unterstützungsmöglichkeiten gibt, um an dieser Situation gemeinsam zu wachsen. Wenn es nicht auch schon vor dem Tod des Kindes gravierende Probleme in der Ehe gab, geschieht es sogar recht oft, dass die Verbindung eher noch stärker wird.
Jeder trauert anders, jeder braucht seine eigene Zeit. Das gilt auch für Partner und alle anderen Familienmitglieder. Dieser manchmal sogar sehr konträre Umgang mit der Trauer erzeugt Spannung und erfordert sehr viel Toleranz und Verständnis im Umgang miteinander, damit aus Verschiedenheit nicht Trennung wird. Um diese Toleranz, diese Akzeptanz des Anderen kann man sich aber bemühen. In Gesprächen mit anderen Betroffenen lernen wir oft, dass es anderen genauso geht, und welche Wege des Umgangs damit ihnen geholfen haben. Wir können lernen, dass nicht jedes Anders-Sein ein Ausdruck von mangelnder Liebe oder Trauer ist. Trotzdem ist Arbeit und vor allem Verständnis für unterschiedliche Trauerverarbeitung erforderlich.
Jürg Willi, ein Schweizer Paartherapeut schreibt in seinem Buch: Was hält Paare zusammen?,
„…dass trotz Liebe und Anpassungsbemühungen die Erlebniswelten zweier Partner verschieden bleiben…Ein und dasselbe Ereignis wird von zwei Partnern aus ganz verschiedenen Perspektiven wahrgenommen, ( auch der Tod eines Kindes also, Anmerkung der Verfasser) ohne dass die beiden sich dessen bewusst sind. Wie aber können sie sich dennoch finden und miteinander auskommen? Wenn die beiden ihr letztliches Getrenntbleiben in der Liebe als schmerzliche Gegebenheit akzeptieren, gewinnen sie eine für ihr Zusammenleben entscheidende Grundhaltung: Die Verschiedenheit ihrer Sichtweisen regt die Partner immer wieder von neuem an, einander zu suchen, sich auseinanderzusetzen und so die eigene Sichtweise durch die des Partners zu ergänzen, zu erweitern und zu differenzieren.“
Eine Partnerschaft, die von dieser Überzeugung getragen ist, sich notfalls Hilfe sucht um das für sich umzusetzen, wird in der Trauer eher zusammenwachsen. Harte Arbeit bedeutet es dennoch – und das Gefühl von Einsamkeit in der Partnerschaft muss auch ertragen werden können.

Geschwisterkinder

Überlebende Geschwisterkinder werden oft als die „vergessenen Trauernden“ bezeichnet, da sich so viel Aufmerksamkeit auf die Eltern richtet Sorgen Sie dafür, dass ihre Kinder verstehen, dass dies eine Erfahrung ist, die die gesamte Familie betrifft und die alle miteinander teilen. Versuchen Sie auch, die Kinder in alle Familienpläne und Entscheidungen einzubeziehen. Die Geschwisterkinder sollten niemals das Gefühl haben, dass sie weniger wichtig sind, jetzt wo die Gedanken der Eltern ständig beim verstorbenen Kind verweilen. Offene und ehrliche Kommunikation ist das Geheimnis, wie man in einer solchen Situation die Familie zusammenhält. Versichern Sie ihren lebenden Kindern, dass Sie wissen, dass sie auch trauern, und dass Sie sie ebenso sehr lieben wie das verstorbene Geschwister.
Sie dürfen Ihre Trauer auch ruhig Ihren Kindern zeigen, Das kann sogar sehr wichtig sein, denn dadurch geben Sie Ihren Kindern ein Vorbild, wie man mit Trauer umgehen kann. Ihre Kinder haben da ja noch weniger Erfahrung als Sie selbst. Außerdem bestätigen Sie damit die Gefühle Ihrer Kinder.
Wenn Sie mehr wissen möchten über die Trauer der Geschwister, so können wir Ihnen gerne das Buch empfehlen: Du bist tot – Ich lebe. Trauernde Geschwister. Näheres über das Buch erfahren Sie hier.
Der körperliche Aspekt von Trauer
In dieser gesamten Zeit machen wir eine vielleicht überraschende Erfahrung: Trauer erfasst den gesamten Menschen. Trauer spielt sich nicht nur in unserer Seele ab. Trauer spiegelt sich mitunter durchaus in körperlichen Symptomen wider.
Manchmal schlafen Eltern nur ein paar Stunden –wenn überhaupt - pro Nacht. Müdigkeit, sich wie von dickem Nebel oder Watte umgeben zu fühlen, Konzentrationsschwäche, Schwäche des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, Herzschmerzen, Magenprobleme, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, das alles ist nicht ungewöhnlich. Der Schlafentzug und der extreme Stress führen häufig dazu, dass sich Ihr Denken verändert und Sie glauben, den Verstand zu verlieren, aber auch das ist eine normale Reaktion.
Ernährung
In dieser Zeit sind eine ausgewogene Ernährung und etwas Sport ganz besonders wichtig. Auch Weinen hat eine entlastende Wirkung und sollte nicht mit Rücksicht auf das, was andere denken könnten, zurückgehalten werden
Drogen
Es ist auch sehr wichtig, keine Drogen und Alkohol zu nehmen in der Hoffnung, dass so alle Schmerzen verschwinden werden. Verschreibungspflichtige Medikamente sollten sparsam und nur unter ärztlicher Aufsicht genommen werden. Viele Medikamente führen zudem zu einer Abhängigkeit, was den Trauerprozess erschwert und verzögert.
Entscheidungen treffen
Wenn ein Kind gestorben ist, sehen sich die Eltern oft mit Entscheidungen konfrontiert, die die Zukunft betreffen. Arbeitsplatzwechsel und Umzug sind zwei große Entscheidungen, die oft diskutiert werden. Manchmal geschieht dies in der Hoffnung, dass man sich dann besser fühle. Diese Hoffnung erfüllt sich nur sehr selten. Oft genug wird die Entscheidung hernach bedauert, da eigentlich alles eher schwieriger geworden ist.
Auch hierzu schrieb Friedrich Rückert seine Gedanken auf:
 
Dies Haus, in welchem ich das tiefste Leid erfuhr,
Wo ich die Liebsten sah erblassen,
Soll ich es lieben, soll ichs hassen?
Drin wohnen bleiben, es verlassen?
Wo überall mir ist die Spur
Lebendig meiner Todten nur?
Schieben Sie wichtige Entscheidungen deshalb auf, bis die richtige Zeit dafür gekommen ist. Wenn Sie umziehen, kann es geschehen, dass Sie Ihr Netzwerk verlieren, das Ihnen jetzt am meisten Unterstützung geben kann und das Sie brauchen.
Lassen Sie sich nicht von anderen Menschen zu Dingen drängen, die gut gemeint sind aber Ihnen zur Zeit nicht gut tun. Das Zimmer Ihres Kindes auszuräumen ist z.B.eine sehr persönliche Sache. Wann Sie soweit sind diesen Schritt zu tun, können nur Sie selbst entscheiden. Sie müssen damit leben, nicht Ihre Freunde und Verwandten.
Höhen und Tiefen
Trauer dauert mit ihren vielen Höhen und Tiefen viel, viel länger als die Gesellschaft es wahrhaben will. Wenn ein Kind stirbt, ist die Zeit des Trauerns nicht nach einer Woche oder einem Jahr vorbei. Erwartungen, die andere an Sie haben, sollten Sie niemals als Richtlinie für sich akzeptieren, es sei denn, man trifft damit bei Ihnen auf fruchtbaren Boden. Nur Sie selbst können das Wie und das Wie-Lange für sich bestimmen..
Alle Menschen gehen diesen emotionalen Prozess ganz unterschiedlich an. Einigen fällt es leicht, ihre Trauer offen zum Ausdruck zu bringen, andere behalten diese Gefühle für sich. Es gibt zwar keine „richtige“ Art und Weise wie man trauern sollte, doch sind viele Eltern für Hinweise dankbar. Die folgenden Tipps sind von Eltern zusammengestellt worden, die ebenfalls den Tod eines Kindes erleben mussten.
(Bitte beachten Sie dazu auch unsere ausführliche Broschüre: Tipps von Trauernden für Trauernde. Sie finden Sie auf unserer website hier.)
Wie kann ich der Zukunft entgegensehen?
Eltern haben häufig das Gefühl, dass das Leben keinen richtigen Sinn mehr hat und versuchen einen Weg zu finden um diesen wahnsinnigen Schmerz loszuwerden. So geht es vielen Eltern, aber lassen Sie sich versichern, dass der Lebenssinn zurückkehrt und der Schmerz abnimmt.
Unterstützung ist ganz wichtig während dieser Selbstfindungszeit und während sich die Familiendynamik verändert. Lassen Sie Freunde oder Nachbarn das Kochen übernehmen, die Kinder zur Schule bringen und Ihnen bei der Hausarbeit helfen. Geben Sie sich selbst die Zeit und den Raum, um die schwere Trauerarbeit anzugehen.
Es ist nicht ungewöhnlich, in solchen Zeiten seine Prioritäten und sogar seinen Glauben zu hinterfragen. Vielleicht ist es Ihnen möglich, von der Arbeit einige Zeit freigestellt zu werden. Planen Sie schon im Voraus, wie Sie besondere Tage, wie Jahrestage und Feiertage, angehen werden. Die Tage selbst sind oft weniger schlimm als die Angst vor ihnen.
Auch wenn zusätzlich professionelle Hilfe notwendig wird, wenden sich viele Eltern an die Verwaisten Eltern, um Unterstützung, Hoffnung und Trost zu finden. Es kann viel helfen, mit anderen über seine Erfahrung reden zu können, den Namen des Kindes erwähnen zu können, ohne dass die Menschen sich abwenden, wenn Tränen anfangen zu fließen. Bei diesen Menschen dürfen Sie Ihre Gefühle ausdrücken ohne dass sie bewertet werden. Sie erleben Akzeptanz und Verständnis. Diese Erfahrung von Gemeinsamkeit lindert ein wenig die Einsamkeit.
Jede Mutter und jeder Vater, jedes Familienmitglied muss seinen eigenen, individuellen Weg finden, um die Trauer zu bewältigen.
Aber Sie werden diese Zeit überleben. Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen.
Diese Erfahrung haben vor Ihnen schon andere gemacht, die ebenso verzweifelt waren wie Sie jetzt.
Ein hoffnungsvolles Beispiel wie dieser Weg in ein neues Leben aussehen kann, können Sie nachlesen in dem Buch: …und neues Leben blüht aus alten Ruinen. Mehr über das Buch erfahren Sie hier.
 
Ich gieng mit gesenktem Haupte,
Und es unmöglich glaubte
Je wieder den Blick zu drehn,
Um Sonn` und Mond zu sehn.
Da hatt` auf meinen Wegen
Pfützen geweint der Regen,
Und im Vorübergehn
Hab` ich darein gesehn.
Da spiegelten Mond und Sonne
Sich wie im reinsten Bronne,
Und ohne das Haupt zu drehn,
Hab ich sie doch gesehn.
( Friedrich Rückert )
 
©The Compassionate Friends (TCF) USA - used by permission
©Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. Eva Knöll für die deutsche Übersetzung und Überarbeitung
Trauer gehört zum Leben
Trauer und Traurigkeit sind uns nicht fremd:
- Trauer über verpaßte Chancen im Leben
- Trauer über den Verlust der Jugend
- Trauer über den Tod eines geliebten Menschen.

So ragen Tod und Abschied immer wieder in unser Leben hinein, doch meist sind wir nur Zuschauer. Wenn es uns dann ganz persönlich trifft, ist das eine dramatische Erfahrung. Wir werden bis in die Grundfeste unserer Existenz erschüttert, unser Leben wird völlig auf den Kopf gestellt und nur schwer ist eine Neuorientierung vorzustellen.
Wir erfahren plötzlich den Tod und damit in gewisser Weise die Vorwegnahme unseres eigenen Todes. Mit dem geliebten Menschen stirbt auch ein Teil von uns, vieles geht für immer verloren.
Bei Angehörigen vermischen sich Sterbe- und Trauerprozeß. Wir müssen erfahren, daß vieles in uns selber stirbt, lehnen uns dagegen auf, wollen noch retten, was zu retten ist, fallen schließlich in tiefe Traurigkeit.
Das Gefühl, das uns hilft, diese bitteren Erfahrungen zu bewältigen, ist die Trauer.

Das sollten Trauernde wissen:

- Trauer gehört zu unserem Leben.
- Trauer ist keine Krankheit.
- Trauer ist eine lebenswichtige Reaktion.
- Trauer ist eine spontane, natürliche, normale Reaktion unserer ganzen Person auf Verlust,

Abschied und Trennung.

- Trauer ist die Möglichkeit, gesund Abschied zu nehmen.
- Trauer erfaßt den ganzen Menschen und berührt alle seine Lebensbereiche.
- Trauer wird individuell ganz unterschiedlich erlebt und gestaltet.
- Trauer hat viele Gesichter.

Mögliche Gefühle, Gedanken und körperliche Reaktionen während eines Trauerprozesses:
Gefühle, die bei Trauernden auftreten können:
Angst, Schock, Hilflosigkeit, Abgestumpftheit, Betäubung, Wut, Sehnsucht, Kummer, Schuldgefühle, Verzweiflung, Aggression, Lachen, Zorn, Befreiung, Gleichgültigkeit, Selbstmitleid, Freude, Einsamkeit, Haß, Liebe, Leere, Dankbarkeit, Schmerz.
Körperliche Empfindungen, die bei Trauernden auftreten können:
Müdigkeit, Leeregefühl im Magen, Zittern, Herzklopfen, Herzrasen, Beklemmung im Brustbereich, Kurzatmigkeit, zugeschnürte Kehle, Appetitmangel, Überempfindlichkeit, Muskelschwäche, Schwächeattacken, Überaktivität, Verändertes Zeitempfinden.
Gedanken und Phantasien, die bei Trauernden auftreten können:
Der Verstorbene wird gesucht, gerufen, gesehen, gerochen. Laute Selbstgespräche, fehlende Zukunftsperspektiven, konfuse Gedanken, Verwirrtheit, Desinteresse, Wahnvorstellungen, Sprechen mit dem Verstorbenen, wirre Träume, Leben in einer Phantasiewelt mit dem Verstorbenen.
Trauer darf weder verdrängt noch versteckt werden. Jeder Mensch muß trauern können. Wir müssen die Trauer zulassen, Trauer muß erlebt und durchlebt werden. Denn nur dann, wenn die Trauer bewältigt wird, wenn ihr Zeit und Raum gegeben wird, kann aus der Trauer heraus neuer Lebensmut entstehen.
 
Um sich selbst in der eigenen Trauer oder andere trauernde Menschen besser verstehen zu können, ist es gut, Grundsätzliches über die Trauer und ihre Phasen zu kennen:

TRAUERPHASEN nach Verena Kast

Das folgende Modell der Trauerphasen wurde von der Schweizer Psychologin V. Kast entwickelt und gilt als eine der wichtigsten Grundlagen für das Verständnis der Trauerprozesse.
Jedes prozeßhafte Geschehen ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, daß es einen klaren Beginn und ein klares Ende hat. Der Beginn des Trauerprozesses ist der Verlust des geliebten Menschen. Wie dieser Beginn im Einzelfall abläuft ist oft entscheidend für den weiteren Verlauf der Trauer.
Das Ende des Trauerprozesses ist durch eine Neuorientierung des gesamten Lebensgefüges zu sehen.
Wie lange das Trauergeschehen dauert, ist ganz unterschiedlich, auch die Dauer der einzelnen Phasen kann völlig variieren. Art und Dauer des Trauerprozesses werden von der Persönlichkeit des Trauernden, von den Umständen des Todes und der Beziehung zum Verstorbenen bestimmt.

1. Trauerphase: Nicht-Wahrhaben-Wollen
Der Tod eines Menschen schockiert immer, auch wenn er nicht unerwartet kommt. Auf einmal ist alles anders. Verzweiflung, Hilf- und Ratlosigkeit herrschen vor. Das Geschehene wird noch nicht erfaßt, man leugnet es ab, man kann und will es nicht glauben.
Viele Menschen sind wie erstarrt, verstört und völlig apatisch. Andere geraten außer Kontrolle, brechen zusammen.
Der Tod hat etwas Überwältigendes, der Schock sitzt tief.
Körperliche Reaktionen: rascher Pulsschlag, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, motorische Unruhe.
Diese Phase kann wenige Stunden bis – vor allem bei plötzlich eingetretenen Todesfällen - mehrere Wochen dauern.
Mögliche Hilfen in dieser Phase:
- Alltägliche Besorgungen übernehmen.
- Trauernde dort unterstützen, wo sie überfordert sind.
- Hilfestellung bei Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Todesfall stehen.
- Trauernde nicht allein lassen.
- Trauernde in ihren Reaktionen nicht bevormunden.
- Da-Sein, ohne viel fragen.
- Alle Gefühle der Trauernden zulassen: alles darf sein!
- Die scheinbare Empfindungslosigkeit, das Fehlen der Tränen, die Starre aushalten.
- Wärme, Mitgefühl vermitteln.
- Die eigenen Gefühle zum Ausdruck bringen, wenn es angebracht und notwendig erscheint.
 
2. Trauerphase: Aufbrechende Emotionen
Gefühle bahnen sich nun ihren Weg. Leid, Schmerz, Wut Zorn, Freude, Traurigkeit und Angst können an die Oberfläche kommen. Je nach der Persönlichkeitsstruktur des Trauernden herrschen verschieden Gefühle vor. „Warum mußte es ausgerechnet mich treffen?“ oder „Womit habe ich das verdient?“ Das sind Fragen, die sehr leicht aufkommen. Man schreit seinen Schmerz heraus, Wut und Zorn entstehen gegen Gott und die Welt. Aber auch gegen den Toten werden Vorwürfe gerichtet: „Wie konntest du mich nur im Stich lassen?“ oder „Was soll nun aus mir werden?“ Diese aggressiven Gefühle können sich aber auch gegen einen selbst richten: „Hätte ich nicht besser aufpassen müssen?“ oder „hätte ich das Unglück nicht verhindern können?“
Als Folge davon entstehen Schuldgefühle, die den Trauernden quälen.
All diese Gefühle, die zu diesem Zeitpunkt über einen hereinbrechen, sollte man keineswegs unterdrücken. Sie helfen dem Trauernden, seinen Schmerz besser zu verarbeiten.
Werden sie jedoch unterdrückt, so können diese Gefühle viel zerstören, sie führen dann nicht selten zu Depressionen und Schwermut.
Die Dauer dieser Phase läßt sich nur schwer abschätzen, man spricht etwa von ein paar Wochen bis zu mehreren Monaten.
Mögliche Hilfen in dieser Phase:
- Gefühlsausbrüche zulassen, da sie heilsam sein können.
- Ausbrüche von Wut und Zorn gehören ebenso wie depressive Stimmungen und Niedergeschlagenheit
zum Vorgang des Trauerns.
- Nicht von ungelösten Problemen, Schuld und Konflikt ablenken.
- Ablenken fördert nur das Verdrängen, was zu einer Verzögerung des Trauerprozesses führen kann.
- Probleme aussprechen lassen.
- Schuldgefühle nicht ausreden, aber auch nicht bekräftigen, sondern schlicht zur Kenntnis nehmen.
- Am Erleben und Erinnern des Trauernden Anteil nehmen.
- Da-Sein, Zuhören.
- Anregungen für alltägliche Hilfen (z.B. Tagebuch schreiben, Malen, Musikhören, Spazierengehen,
Entspannungsübungen, Bäder,...) geben.
- Eigene „Geschichten“ zurückhalten.
- Keine Interpretationen oder wertende Stellungnahmen geben.
 
3. Trauerphase: Suchen und Sich-Trennen
Auf jeden Verlust reagieren wir mit Suchen. Was wird eigentlich in der Trauer gesucht? Zum einen der reale Mensch, das gemeinsame Leben, gemeinsame Orte mit Erinnerungswert. Auch in den Gesichtern Unbekannter wird nach den geliebten Gesichtszügen gesucht. Gewohnheiten des Verstorbenen werden übernommen.
Gemeinsame Erlebnisse sollen Teile der Beziehung retten und werden gleichsam als „Edelsteine“ gesammelt. Dies erleichtert die Trauer. In inneren Zwiegesprächen wird eine Klärung offener Punkte möglich, kann Rat eingeholt werden.
Durch diese intensve Auseinandersetzung entsteht beim Trauernden oft ein starkes Begegnungsgefühl. Das ist unheimlich schmerzhaft und unendlich schön zugleich!
Im Verlaufe dieses intensiven Suchens, Findens und Wieder-Trennens kommt einmal der Augenblick, wo der Trauernde die innere Entscheidung trifft, wieder ja zum Leben und zum Weiterleben zu sagen oder aber in der Trauer zu verharren.
Je mehr gefunden wird, was weitergegeben werden kann, umso leichter fällt eine Trennung vom Toten.
Dieses Suchen läßt aber auch oft eine tiefe Verzweiflung entstehen, weil die Dunkelheit noch zu mächtig ist. Suizidale Gedanken sind in dieser Phase relativ häufig.
Diese Phase kann Wochen, Monate oder Jahre dauern.
Mögliche Hilfen in dieser Phase:
- Alle Erlebnisse der Vergangenheit dürfen ausgesprochen werden – keine Zensur!
- Akzeptieren, daß immer wieder in den verschiedensten Formen „gesucht“ wird.
- Geduld.
- Zuhören – auch wenn man die Geschichten alle schon kennt.
- Gefühle ernst nehmen, die durch Erinnerungen oder Erzählungen wieder auftauchen.
- Phantasien zulassen, die den Tod des Verstorbenen bezweifeln – ohne selbst mit zu phantasieren.
- Bei suizidalen Äußerungen kontinuierlich begleiten.
- Zeit lassen.
- Kein Drängen auf Akzeptieren des Verlustes.
- Unterstützung bei Ansätzen der Neuorientierung.
 
4. Trauerphase: Neuer Selbst- und Weltbezug
Nachdem man seinen Schmerz herausschreien durfte, anklagen und Vorwürfe machen durfte, kehrt allmählich innere Ruhe und Frieden in die Seele zurück. Der Tote hat dort seinen Platz gefunden.
Langsam erkennt man, daß das Leben weitergeht und daß man dafür verantwortlich ist. Es kommt die Zeit, in der man wieder neue Pläne schmieden kann. Der Trauerprozess hat Spuren hinterlassen, die Einstellung des Trauernden zum Leben hat sich meist völlig verändert.
Der Verstorbene bleibt ein Teil dieses Lebens und lebt weiter in den Erinnerungen und im Gedenken.
Mögliche Hilfen in dieser Phase:
- Dazu beitragen, daß der Trauernde auch den Begleiter loslassen kann.
- Akzeptieren, daß man so nicht mehr gebraucht wird.
- Eigene „Bedürftigkeit“, helfen zu müssen, überprüfen (Helfer-Syndrom!).
- Veränderungen im Beziehungsnetz des Trauernden begrüßen und unterstützen.
- Neues akzeptieren.
- Sensibel bleiben für Rückfälle.
- Gemeinsame Formen suchen, die Trauerbegleitung behutsam zu beenden oder umzugestalten.
 
Zusammenfassung: Jedes Trauergeschehen kann je nach der Ausgangssituation unterschiedlich verlaufen. Dies muß bei der Begleitung Trauernder berücksichtigt werden. Es gibt nicht das „eine“ typische Gefühl, die „eine“ typische Reaktion. Vielmehr verlangt Trauerbegleitung ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Offenheit und Flexibilität. Gerade in einer Zeit, in der Trauerrituale immer mehr verschwinden, die Unsicherheit im Umgang mit Trauernden steigt und die Gefahr der Isolation Trauernder in der Gesellschaft ständig zunimmt.
 
Hilfe für trauernde Eltern
Viele Trauernde beklagen, dass ihnen keine Zeit gegeben wird zu begreifen. Es dauert, bis sich die Psyche mit der bitteren Wahrheit des Unausweichlichen vertraut macht. Ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg der Trauer beginnt bereits beim Abschiednehmen nach dem Tod: das tote Kind noch einmal sehen, es berühren, die Hand halten, in Ruhe von ihm Abschied nehmen, das erleichtert später die Trauerarbeit. Dies gilt ganz besonders auch bei Unfallopfern und missgebildeten Kindern. Eine Tatsache, die oft übersehen wird, selbst bei professionellen Helfer wie Ärzten, Pflegekräften, Polizisten etc. Man möchte Eltern den Anblick ihres toten Kindes erspraren mit dem Hinweis „Behalten Sie es so in Erinnerung wie es war!“. Dies führt jedoch dann, wenn Eltern sich dieser Meinung beugen, oft zu großen Problemen bei der Aufarbeitung der Trauer. „Wie hat mein Kind denn ausgesehen, sah es friedlich aus, ich hätte es doch so gerne noch einmal berührt, ich habe es anderen Menschen überlassen, es noch einmal schön anzukleiden, wie schlimm war seine Behinderung wirklich...“ nur ein kurzer Auszug von Gedanken, die betroffene Eltern quälen können, wenn sie ihr totes Kind nicht mehr angesehen haben.

Eltern sollten daher selbst entscheiden, ob sie ihr totes Kind noch einmal sehen wollen, ganz wichtig dabei ist die Haltung der Menschen, die sie begleiten. Behutsam sollte ihnen die Möglichkeit des Abschiednehmens erklärt werden, ihnen das Gefühl gegeben werden, daß sie nicht alleingelassen werden, daß alles so liebevoll und würdig hergerichtet wird, daß diese Stunde des Abschieds ein hilfreicher Schritt auf dem Weg des Begreifens wird.

Eltern von verstorbenen Kindern benötigen über einen langen Zeitraum, meist über viele Jahre, Ansprechpartner, denen sie immer wieder alles über ihr Kind, sein Leben, seine Krankheit, sein Sterben erzählen dürfen - um damit ihre eigene Trauer zu verarbeiten. Diese Anteilnahme finden sie aber meist nicht in ihrer Familie, ihrer Verwandtschaft oder ihren Freunden. Viele Nahestehende gehen Betroffenen aus Furcht und Unsicherheit vor diesen Gesprächen bewußt aus dem Weg oder „speisen“ sie mit weit verbreiteten Redensarten wie „du hast ja noch andere Kinder, jetzt ist es doch schon so lange her oder denk doch einmal an etwas anderes usw.“ ab.

Trauernde Eltern brauchen aber ehrliche Anteilnahme, sie müssen selbst bestimmen können, wieviel Nähe oder Distanz ihnen gerade gut tut. Begleiter haben aber auch das Recht ihre Betroffenheit und Gefühle zu zeigen. Da sein, zuhören, schweigen, weinen, Ratlosigkeit zugeben, in den Arm nehmen: das gibt einem Trauernden Trost, ebenso wie ihn immer wieder dazu ermuntern, mit sich selbst Geduld zu haben, zu sich selbst gut zu sein.

Als nichtbetroffener Begleiter sollte man sich jedoch immer bewußt machen, daß man sich nicht bis ins Letzte vorstellen kann, wie sich Trauernde fühlen, Sätze wie „ich weiß wie du dich jetzt fühlst“ sind somit fehl am Platz. Wichtig ist nur das ehrliche Mitgefühl. Das spüren Trauernde dann auch.
Angebote für Betroffene
Im Laufe der Trauer, die ein stetiges Auf und Ab ist, benötigen Betroffene immer wieder Hilfe. Neben professioneller Hilfe, die z.B. bei entstandenen Depressionen unbedingt nötig erscheint, gibt es noch andere Angebote, die den Trauernden ermöglichen, über ihren Schmerz zu sprechen. Trauerseminare für verwaiste Eltern und Selbsthilfegruppen geben die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die das gleiche Schicksal zu tragen haben. Dies ist sehr wertvoll, da man da spürt, daß man mit seinen Gedanken, seinem Schmerz nicht alleine ist, daß die eigenen Gedanken normal sind, daß man nicht verrückt ist. Hier darf gemeinsam geweint werden, jeder versteht die Tränen. Der Umgang mit den schmerzhaften Erinnerungen ermöglicht irgendwann einmal wieder ein Glücklichsein und das Leben bekommt - wenn die Zeit dazu reif ist - wieder einen Sinn, ohne daß das verstorbene Kind dabei jemals vergessen wird.

Die Erfahrung zeigt, daß es bei betroffenen Paaren sehr häufig zu Eheproblemen kommen kann. Bei einem solchen Schicksalsschlag kann man sich meist nicht gegenseitig stützen, sondern jeder trauert auf seine Weise, Mann und Frau trauern unterschiedlich. Während es Frauen meist zugestanden wird, ihre Trauer offen zeigen zu dürfen und damit auch besser verarbeiten zu können, wird von Männern erwartet, daß sie die Starken sind. Trauer wird nicht gezeigt, wird verdrängt, was meist nach Jahren zu körperlichen und psychischen Problemen führen kann. Wenn derartige Schwierigkeiten in einer Ehe auftreten, wäre eine Beratung durchaus angebracht.
Und Gott?
Trauernde Eltern fragen sich immer wieder: „Warum, warum mußte gerade mein Kind sterben! Warum läßt Gott dies zu?“ Sie setzen sich sehr kritisch mit Gott und ihrem Glauben auseinander, sie hadern mit Gott, sie klagen ihn an, sie wenden sich auch, meist für kurze Zeit, von ihm ab. All das steht ihnen zu. Sie brauchen diese Möglichkeit mit Gott zu kämpfen - auch das gehört zur Trauerarbeit.

TIPS FÜR ELTERN




Tipps für Eltern


Liebe Eltern,
bevor Sie hier weiterlesen ist es uns wichtig dass alle Aufnahmen ihres Sternenkindes in Ihren Händen sicher aufbewahrt sind. Unsere Fotografen verwenden keine Bilder ohne Ihr Einverständnis. Jedes einzelne Bild ist nur für Sie bestimmt. Natürlich würden wir uns freuen, Bilder zur Aufklärung anderer Eltern verwenden zu dürfen. Dies geschieht aber nur mit Ihrer Genehmigung.
Unser Fotografen dürfen auch nur Bilder Ihres Sternenkindes machen, wenn eine schriftliche Genehmigung von Ihnen vorliegt.

Kontakt zum Fotografen
Kontaktiert bitte einen Dein Sternenkind Fotografen sobald ihr wisst, dass ihr unsere Dienstleistung in Anspruch nehmen möchtet. Den Fotografen bitte über unser Anforderungsformular anfordern.

Telefonieren mit dem Fotografen
Wenn ihr die Möglichkeit habt den Fotografen noch vor der Geburt kennenzulernen, besprecht mit ihm welche Aufnahmen euch besonders wichtig sind. Am besten schreibt ihr eine Liste mit Bildern, die ihr gerne haben möchtet. Beispielsweise: Baby mit den Geschwistern, Baby mit der ganzen Familie, Baby mit den Großeltern, Baby in den Armen von Freunden, ein Bild von den Händen aller Familienmitglieder, etc. Wenn möglich, gebt diese Liste vorab dem Fotografen.

Freunde und Familie
Wenn es die Möglichkeit gibt, dass eure Familie und Freunde eurer Baby willkommen heißen und verabschieden können, wird euch dies wahrscheinlich später sehr helfen. Es wird euch dann leichter fallen mit diesen Personen über eurer Sternenkind zu sprechen und Erinnerungen auszutauschen. Wenn eure Familie oder Freunde eurer Baby halten möchten, lasst Fotos von ihnen machen. Solche Bilder können später eine wertvolle Stütze für eure Erinnerungen sein und zeigen wie viele Herzen eurer Sternenkind berührt hat.

Sichtbare Fehlbildung
Sollte euer Baby eine äußerlich sichtbare Fehlbildung haben, bitten wir euch dies dem Fotografen mitzuteilen und ihm gegebenenfalls weitere Informationen zu dieser Fehlbildung zu geben. So kann er sich schon vorher Gedanken dazu machen, wie er euer Baby am besten fotografieren kann, wenn ihr möchtet, dass die Fehlbildung nicht auf allen Fotos sichtbar ist. Dennoch ist es vielen Eltern auch wichtig Fotos von ihrem Baby zu haben, auf dem die Fehlbildung sichtbar ist.

Fotos ohne Kleidung
Lasst auch Bilder von eurem Baby ohne Kleidung machen, um beispielsweise kleinste Details wie ein Muttermal oder die Form der Fußzehen festzuhalten. Zudem ist es manchmal so, dass Eltern sich später fragen, ob denn wirklich alles dran war an ihrem kleinen Baby. Auch deshalb ist es wichtig Bilder von eurem unbekleideten Baby machen zu lassen. Wenn ihr noch Babykleidung besorgen müsst, bedenkt die Größe einzukaufen die das Baby zum Geburtstermin haben wird. Es mag sein, dass ihr Kleidung für Frühchen brauchen werdet.

Erinnerungsstücke
Bringt wichtige Erinnerungsstücke für euer Baby mit ins Krankenhaus, beispielsweise eine besondere Decke, ein Kuscheltier, Spielzeug, Kleidung in verschiedenen Größen, ein Mützchen. Diese und andere Erinnerungsstücke kann der Fotograf bei den Aufnahmen von eurem Baby, wenn ihr dies wünscht, einsetzen. Außerdem können diese Stücke mit dem Baby in Berührung kommen und sind später umso kostbarer.

Eigene Kamera
Bringt trotzdem auch eure eigene Kamera mit ins Krankenhaus. Der Fotograf wird nicht die ganze Zeit in der eurer Baby bei euch ist, anwesend sein können oder erst kommen können, nachdem euer Baby bereits geboren ist. Sicher möchtet ihr auch vorher oder nachher noch weitere Bilder machen. Manchmal dauert es auch einige Zeit bis ihr die Bilder vom Fotografen bekommt. Wenn ihr Bilder für die Beerdigung oder Trauerfeier möchtet, können einige Fotos vorab schon per E-Mail geschickt werden. Sprecht den jeweiligen Fotografen bitte darauf an.

Aufnahmen direkt nach der Geburt
Wenn ihr die Möglichkeit habt, Bilder oder auch Videos von eurem lebenden Baby direkt nach der Entbindung oder vielleicht auch in der Zeit danach, zu machen, so nehmt diese war. Wenn der Fotograf nicht so schnell da sein kann, bittet Familie, Freunde oder das medizinische Fachpersonal Aufnahmen von euch mit eurem Baby zu machen.

Lebenserhaltende Geräte
Vielleicht ist eurer Baby auf der Intensivstation an verschiedene lebenserhaltende Geräte angeschlossen. Bittet darum Bilder machen zu lassen bevor die Geräte abgeschaltet werden. Die Geräte lassen sich eventuell durch Tücher oder ähnliches ein wenig kaschieren. Zudem ist es möglich die Bilder auch später noch zu bearbeiten und die Schläuche oder ähnliches weg zu retuschieren.

Aufbewahrung der Bilder
Sobald ihr die Bilder von eurem Fotografen erhalten habt, solltet ihr die CD/DVD oder den USB-Stick mehrfach kopieren und die Bilder ausdrucken lassen, um einen Verlust der Bilder zu vermeiden. Bewahrt die kopierten Datenträger an unterschiedlichen Plätzen auf.

FRAGE/ANTWORT


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FAQ für Eltern

Wer hat Anspruch auf die Dienstleistung von Dein Sternenkind?
Die Leistung von Dein Sternenkind können alle Eltern in Anspruch nehmen, deren Baby entweder tot auf die Welt kommen wird/gekommen ist oder nach der Geburt nicht überlebensfähig ist. Das bedeutet unsere Fotografen sind bereit sowohl Bilder von bereits verstorbenen Babys als auch von Babys die lebend auf die Welt kommen, deren Lebenszeit nach der Geburt aber voraussichtlich sehr kurz sein wird, zu machen.

Wie funktioniert Dein Sternenkind?
Wenn schon vor der Geburt bekannt ist, dass euer Baby außerhalb der Gebärmutter nicht lebensfähig sein wird, solltet ihr so früh wie möglich einen unserer ehrenamtlichen Fotografen in eurer Nähe kontaktieren. Teilweise ist es so möglich sich schon vor dem Tag der Geburt persönlich kennenzulernen. In einem gemeinsamen Vorgespräch können eure Erwartungen und Wünsche mit dem Fotografen besprochen werden. Zudem wird euch der Fotograf über seine möglichen Leistungen informieren.

Sollte euer Baby plötzlich verstorben sein, könnt ihr trotzdem einen unserer Fotografen in eurer Nähe kurzfristig kontaktieren. Nicht immer wird es diesem Fotografen spontan möglich sein ins Krankenhaus zu kommen, aber er wird versuchen einen Ersatz zu organisieren. Zudem wächst unser Netzwerk stetig, so dass es vielleicht auch mehrere Fotografen in eurer Nähe gibt, die ihr in so einem
akuten Fall kontaktieren könnt.

Auf eure Anfrage hin, kommt ein Dein Sternenkind Fotograf zu euch ins Krankenhaus, Hospiz oder auch nach Hause, um private und liebevolle Fotografien von eurem Baby zu machen. Unsere Mitglieder versuchen diesen Einsatz so einfühlsam, sensibel und privat wie nur möglich zu machen.

Wann sollten wir einen Dein Sternenkind Fotografen kontaktieren?
Wir bitten um eine frühestmögliche Kontaktaufnahme. Alle Dein-Sternenkind Mitglieder haben Vollzeitjobs und Familien. Daher kann es einige Zeit dauern bis ein Fotograf ins Krankenhaus kommen kann. Eine frühzeitige Ankündigung, wenn möglich, wird daher sehr begrüßt. (z.B. wenn das Baby noch nicht geboren ist, ein Kaiserschnitt geplant ist oder wenn lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet werden sollen, etc.)

Bekommen wir Fotografien und Videos von unserem Baby?
Ihr bekommt auf jeden Fall Fotografien. Nicht alle Fotografen sind auch in der Lage Videos aufzunehmen. Dies ist abhängig vom jeweiligen Fotografen, seinen Fähigkeiten und seiner Ausstattung. Bitte klärt in eurem Vorgespräch diesen Punkt ab und nehmt ggfs. eure eigene Videokamera mit zur Geburt.

Wie viel kostet der Service von Dein Sternenkind?
Unsere Mitgliedsfotografen bieten ihre Zeit und ihre Dienstleistung als ein Geschenk und somit kostenlos an. Ihr müsst die Bilder von den Fotografen jedoch zu euren eigenen Kosten ausdrucken lassen.

Was ist wenn der Fotograf kurzfristig nicht zur Verfügung steht?
Sollte der ausgewählte Fotograf kurzfristig am Geburtstermin verhindert sein, wird sich dieser um einen Ersatz bemühen. Bitte habt Verständnis dafür, dass unsere Fotografen alle Vollzeitjobs sowie Familien haben. Daher wird es ihnen nicht immer möglich sein bei oder kurz nach der Geburt da zu sein. Leider können wir nicht zu 100% garantieren, dass einer unserer Fotografen zu euch kommen kann. Unsere  Fotografen werden jedoch alles in Bewegung setzen unseren Service zu erfüllen.
 
Was bietet Dein Sternenkind den Familien?
Ihr bekommt eine CD/DVD mit den Fotos. Unsere Fotografen erlauben euch diese Bilder auszudrucken und zu vervielfältigen. Umgekehrt dürfen unsere Fotografen eure Bilder nur mit eurem Einverständnis publizieren (z.B. auf unserer oder ihrer Webseite).

SINNVOLLE LINKS


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KLEIDUNG FÜR STERNENKINDER


 

Liebe Eltern, Liebe Kollegen,
bei dem Schweizer Verein Herzensbilder.ch habe ich gesehen, daß Eltern zu den Bildern ihrer kleinen Sterne eine kleine „kuschelbare“ Erinnerung bekommen – zB. ein kleines Herz oder einen kleinen Stern, die dann zusammen mit ihrem Sternenkind fotografiert wurde.
Da ich viele Freunde, Kunden und Nachbarn habe, die wundervolle Kleinigkeiten erschaffen, habe ich mich getraut zu fragen, ob sie auch etwas für verwaiste Eltern herstellen möchten. Nun bekomme ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder mit viel Liebe gefertigte Kostbarkeiten, die ich gerne kostenfrei an die Fotografen und betroffene Eltern weitergeben möchte. Ich bitte euch lediglich um die Erstattung des Portos.
Anbei findet ihr ein paar Beispielbilder. Bitte nehmt mit mir Kontakt auf und lasst mich wissen, ob ihr ein Deckchen, Sterne bzw. Herzen oder Mützchen benötigt.
Da die Anfertigung dieser wunderschönen Erinnerungsstücke zufällig ist, ist jedes einzigartig. Ihr könnt gerne einen Farbenwunsch angeben – wenn irgendwie möglich, berücksichtige ich ihn.
Portokosten betragen grundsätzlich 5.00 Euro – verschickt wird umgehend nach Zahlungseingang.
Gerne darf jeder Stoffreste oder Füllmaterial spenden, oder aber auch mitnähen. Da der Bedarf immer grösser wird, sind wir umso dankbarer, wenn sich der Kreis der Näher/innen vergrößert. Bei Fragen und Anregungen schreibt mir gerne eine
Email an
Nadine@momentefaenger.de
Von Herzen,
Nadine
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FÜR ANGEHÖRIGE
  • Wie gehe ich mit trauernden Eltern um? Folgende Seite macht Mut auf trauernde Eltern zuzugehen und gibt einem Hilfe, wie man trauernden Eltern gegenüber treten kann
http://de.wikihow.com/Hilf-Eltern-w%C3%A4hrend-der-Trauer-um-ihr-Kind
  • Seite für Grosseltern von Sternenkindern. Die schweizer Seite vereint immer mehr trauernde Grosseltern.
http://www.sternenkinder-grosseltern.ch
  • Eine sehr aktive Seite nicht nur für trauernde Eltern, sondern auch für Geschwister.
www.domino-trauerndekinder.de
 

SONSTIGE LINKS
  • Auf der Seite der Sternenkinderbrücke sind viele Links vereint
http://www.sternenkinderbruecke.de
  • Eine Seite aus dem Angebot der evangelischen Kirche – hier ist ein guter Austausch möglich
www.trauernetz.de
  • Ein Verein, der hilft nach traumatischen Geburten, Tod oder Krankheit der Kinder
http://www.fipskoeln.de/
 

BUCHTIPPS (sie werden weiter geleitet)

SELBSTHILFEGRUPPEN & FOREN

  • Der Bundesdachverband für trauernde Eltern (VEID e.V), der unter sich viele regionale Selbsthilfegruppen anbietet.
www.veid.de
  • Verein Leben ohne Dich e.V. - sehr aktive, nette Leute, kompetent
http://www.leben-ohne-dich.de/
  • Folgendes Forum richtet sich an Eltern, die im Verlauf der Schwangerschaft erfahren, dass ihr Kind behindert oder nicht lebensfähig sein wird. Selbst betroffene Eltern möchten anderen Eltern in dieser besonderen Zeit helfen, ihre Erfahrungen weitergeben, Mut machen und Trost spenden. (Beschreibung lt. Startseite des Forums)
www.forum-krankes-baby-austragen.de
 


DER UNERWARTETE KINDSTOD

www.sternenkinder-hilfe.de

  • "Wir begrüßen sie ganz Herzlich auf der Seite der „Sternenkinder“ der Plattform, wo sich verwaiste Eltern und Geschwister ihre Erfahrungen und die Trauer miteinander austauschen können. Wir bieten ihnen Informationen, Beratung, Hilfestellung und Trauerbegleitung an. Auch Mütter die ihre Kinder in Mutterleib, Todgeburt, Krankheit oder durch einen Unfall verloren haben bieten wir hier Unterstützung."

ELTERNSTIMMEN


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"Wir sind so froh, dass es 'Dein-Sternenkind' gibt! Wir erfuhren ziemlich früh (in der 11. SSW), dass unser Wunschkind aufgrund einer Krankheit nicht bei uns bleiben kann. Als wir dann davon erfuhren, dass es diese Organisation gibt, haben wir gleich zu einer Fotografin Kontakt aufgenommen. Da wir noch die Hoffnung hatten, dass unser Kind ein paar Stunden bei uns sein könnte, war es uns sehr wichtig auch Bilder zu haben, wenn unser Kind noch lebend bei uns ist (also unmittelbar nach der Geburt). Leider musste uns diese Fotografin absagen, da sie uns aus privaten Gründen nicht versichern konnte, dass Sie im Juli bei der Geburt für uns da sein könnte.
Sie kümmerte sich aber gleich um Ersatz und so hatten wir dann auch die Möglichkeit uns mit unserem neuen Fotografen-Paar schon vorab zu treffen. Wir waren uns auf Anhieb sehr symphatisch und haben uns noch einige Male mit Ihnen getroffen, um uns besser kennenzulernen. Unmittelbar nach der Geburt ist ja auch ein recht intimer Moment um dabei fotografiert zu werden.
Leider wollte unser kleiner Mann sich nicht auf den Weg machen und so konnten uns die lieben Fotografen leider 10 Tage nach dem geplanten Entbindungstermin nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Aber auch die beiden haben sich glücklicherweise um Ersatz gekümmert und so kamen wir dann zu unserer dritten Fotografin.
Es blieb zum Glück noch etwas Zeit, sodass wir uns auch mit dieser ganz lieben Fotografin vorher treffen konnten und wir waren uns auch auf Anhieb sympathisch.
Unsere Fotografin hat daraufhin sooo wundervolle Fotos gemacht. Die Bilder kann man sich wirklich an die Wand hängen und die Behinderung, mit der unser Kleiner auf die Welt kam, sieht man gar nicht. Unser kleiner Mann ist leider bereits unter der Geburt eingeschlafen, aber dank unserer Fotografin sieht man das gar nicht und man könnte auf den Fotos auch denken, es wären ganz normale Baby-Bilder auf die man wirklich stolz sein kann!
Wir können nur allen Eltern, denen so was schreckliches widerfährt ans Herz legen sich Fotos machen zu lassen. Wir sind so froh diese Erinnerungen zu haben und auch teilen zu können. WIR sind sooo unheimlich froh, dass es 'Dein-Sternenkind' gibt und wie Ihr seht kümmern sie sich auch liebevoll um einen. Wir wollen uns bei allen Fotografen, die 'Dein-Sternenkind' unterstützen, bedanken und finden, dass sie einen tollen Job machen und dass das alles sehr wertvoll ist!!!"
- Anna Lisa und Michael, Eltern von Wilhelm *+ 23. Juli 2014

"Wir haben lange überlegt ob wir wirklich einen professionellen Fotografen (d.h. jemand der uns fremd ist!) damit beauftragen wollen Bilder von Liam und uns nach der Geburt zu machen - Bilder von solch einer intimen Situation und den wohl schwierigsten sowie gleichzeitig schönsten Stunden unseres Lebens?! Doch wer soll Bilder machen? Wir selbst wollten uns auf Liam und Luis konzentrieren können und jede Sekunde mit ihnen genießen. Wir wollten keine Familienangehörigen damit beauftragen, weil wir wollten, dass auch sie Zeit mit Liam und Luis verbringen konnten. 
Wir hatten Glück und fanden über NILMDTS einen der wenigen Fotografen in Deutschland und dann auch noch in unserer Nähe. Kai Gebel, lud uns zu sich ein und machte wunderschöne Bauchbilder. Wir waren so froh einen Fotografen gefunden zu haben.  Eigentlich wollten wir das Kai erst am Tag nach der Geburt kommt und Bilder von uns macht, damit wir die Zeit die Liam vielleicht am Leben sein würde nur mit ihm und Luis verbringen konnten. Aber je näher der Geburtstermin rückte, desto mehr wurde uns bewusst, dass wir Bilder und Videoaufnahmen von Liam lebend haben wollten. Für uns, aber auch insbesondere für seinen Zwillingsbruder Luis. Wir wussten nicht ob Liam die Geburt überleben würde, deshalb durfte Kai am Tag des geplanten Kaiserschnitts sogar mit in den OP. So haben wir Aufnahmen von Liam und Luis zusammen direkt nach der Geburt, wie sie noch im OP getauft wurden, wie wir Liam in unseren Armen hielten, begrüßten und verabschiedeten. Wir haben Kai während dieser Zeit kaum bemerkt. Er hielt sich im Hintergrund und hat seine Arbeit sehr sensibel gemacht. Wir sind so froh darüber, dass wir uns dazu entschieden haben ihn dabei zu haben.  Diese Bilder und Videoaufnahmen sind für uns unbezahlbar. Sie zeigen Liam wie er lebt und wie sehr wie ihn lieben. So müssen wir keine Angst haben, dass unsere Erinnerungen irgendwann verblassen. Die Bilder und Videos werden Luis eines Tages seinen Zwillingsbruder Liam lebend zeigen.  Noch immer wissen wir nicht wie wir Kai danken sollen!"  - Nora & Dan, Eltern von Liam *+ 28.11.2012 und Luis (gesunder Zwillingsbruder)
 

Eine Angehörige einer betroffenen Familie schrieb uns vor einigen Tagen folgendes:
"Vor ein paar Monaten habe ich zufällig von der schweizer Facebookseite „Herzensbilder“ erfahren und habe bewundernd die vielen ehrenamtlichen Einsätze der Fotografen verfolgt, ohne zu ahnen, dass ich nun als Angehörige eben solch einen tollen Fotografen brauchen sollte… Von Kerstin von „Herzensbildern“ wurde ich auf Eure Seite verwiesen.
Das Baby meiner Cousine, musste, weil er kaum mehr gewachsen ist und es ihm sehr schlecht ging, in der 28.SSW mit nur knapp 400g auf die Welt geholt werden. Nach nur vier Tagen ist er leider vor 2 Wochen verstorben. Schon im Vorfeld hatte ich über Ihre Webseite mit einer sehr sympathischen Fotografin Kontakt aufgenommen. Sie war sofort bereit, den Auftrag anzunehmen, stand Tag und Nacht bereit, diese wichtigen Fotos zu machen. Auf der Neugeborenenintensivstation, auf der er lag, durfte leider keiner ausser die Eltern den Kleinen besuchen, darum konnten die Bilder erst entstehen, kurz nachdem er zu den Sternen geflogen ist. Die Fotografin war sofort in aller Frühe da und hat sehr schöne Erinnerungsbilder von ihm und seiner Familie gemacht. Meine Cousine konnte sich vorher nicht vorstellen, welche Wichtigkeit dieser Kontakt und diese schönen Fotos haben werden. Sie hat nun gesagt, dass Ihr kaum etwas bleibt von ihrem Baby: ein Deckchen, der Schnuller und eben die Bilder! Die Familie ist so unendlich dankbar!!! Die Fotografin hatte angeboten, bei der Beerdigung noch einmal zu kommen und Fotos zu machen, um auch diese Momente für die Familie festzuhalten. Da sie nun aber in den Ferien ist, war ein anderer Fotograf wiederum sofort bereit, diesen Auftrag heute zu übernehmen.
Es ist unglaublich toll, was Sie alle mit dieser Webseite und Ihrer freiwilligen Arbeit Gutes tun, dass Sie einfach da sind, ist so wichtig, und wir sind Ihnen allen so dankbar!!! Dass sich die Fotografen in solch schwierigen Situationen in diese Familien begeben ohne Wenn und Aber, das ist alles andere als selbstverständlich!
Vielen, vielen Dank!"
- Angehörige einer betroffenen Familie, Juni 2014


"Als wir erfahren haben das unser Kind sehr schwer krank ist und keine Lebenschancen haben wird, haben wir uns im Internet schlau gemacht und sind auf diese super Seite gestoßen. Für mich war direkt klar, dass ich Fotos haben möchte. Mein Mann war anfänglich sehr unsicher. Doch für mich hat er den Fotografen kontaktiert. Jetzt wissen wir, dass es die beste Entscheidung war die wir nur machen konnten. Nicht nur die Fotos sind uns eine große Hilfe sondern der Fotograf selbst hat meinem Mann in der Zeit (als ich im OP war) sehr geholfen. Wir sind täglich dankbar für die Bilder unserer kleinen Amy. So schwer dieses Thema auch ist, ich kann jedem nur empfehlen: MACHT FOTOS FÜR DIE ERINNERUNG!"
- Nadine, Mutter von Amy *+ April 2014

„Als ich vor 5 Jahren meine Tochter still geboren habe, wurden von den Hebammen glücklicherweise Fotos gemacht – allerdings nur 5 Stück. Ich weiß von vielen Eltern, die weniger oder gar keine Bilder haben, daher sind wir sehr dankbar für diese wertvollen Fotos, die uns so sehr helfen, die verblassenden Erinnerungen lebendig zu halten. Aber wie gerne hätten wir mehr Bilder, detaillierte Bilder! Leider kann man das nicht nachholen. Als ich von dein-sternenkind.eu erfahren habe, habe ich mich sofort in die Datenbank eintragen lassen, um künftig für Eltern hier in meiner Region diese wichtigen Erinnerungsbilder anzufertigen! Ich bin sehr froh und dankbar, dass es nun so ein tolles Netzwerk gibt!“ – Carolin, Fotografin und Mutter von Emily *+ 18.12.2008

„Die stille Geburt unserer kleinen Tochter hat uns von heute auf morgen komplett aus dem Leben gerissen. Völlig unter Schock stehend, haben wir im Kreissaal zwar zum Glück zwei-drei Fotos gemacht, die allerdings sehr unscharf und dunkel sind. Trotzdem bin ich dankbar für diese Fotos, weil sie die einzigen richtigen Erinnerungen an Nayeli sind und auch für Außenstehende beweisen, dass sie da war und gelebt hat. Dennoch macht es mich traurig, nicht richtig schöne Fotos zu haben, auch welche, die uns zusammen als Familie zeigen oder Details von ihr, die man sonst nie wieder sieht. Daher finde ich dein-sternenkind.eu unglaublich wichtig und wertvoll für alle Eltern, die dieses traurige Schicksal teilen müssen.“                                                                                   - Therese, Mutter von Nayeli  *+ 16.10.2013
 

“Vor vielen Jahren brachte ich unsere beiden winzigen Zwillinge still zur Welt, ihre kleinen Herzchen hörten in meinem Bauch einfach auf zu pochen. Der Schmerz und die Trauer überrollen und überwältigen einen Menschen in solchen unfassbaren und oftmals unvorbereiteten Momenten, niemand dachte damals daran, Bilder zu machen. Vielleicht traute sich einfach auch keiner? Es war so ein Tabuthema, es ist leider noch immer eines. So blieben mir nur solche Erinnerungen, die ich mit meinen eigenen Augen einzufangen versucht habe. Immerhin durfte ich meine Kinder nach der Geburt sehen, berühren, mich von ihnen verabschieden. Aber das alleine genügt nicht immer. Das weiß man aber erst im Nachhinein, wenn es bereits zu spät ist für Fotos. Man möchte mit aller Macht diese wenigen inneren Bilder festhalten, aber es will nicht auf Dauer gelingen. Sie verblassen einfach mit der Zeit.... Ich hätte die Bilder meiner Kinder vielleicht auch manch anderen Menschen gezeigt, sozusagen als Beweis, dass da wirklich jemand war. So haben unsere beiden Zwillinge für viele Menschen um uns herum schlichtweg nicht existiert. Die Welt sollte sich einfach schnell wieder weiter drehen - so, als sei nichts geschehen. Manche fürchten sich vor solchen Bildern, das ist mir bewusst. Bilder von Sternenkindern haben in unserer Gesellschaft leider noch keinen Platz. Man braucht aber keine Angst zu haben. Auch so kleine Menschenkinder haben winzige Fingerchen, süße Zehen, feine Öhrchen...sind anrührend & liebenswert. Im Nachhinein bin ich sehr glücklich, dass mir wenigstens dieser berührende Anblick ermöglicht wurde - das war damals nämlich nicht in jeder Klinik der Fall. Ich hatte anfangs übrigens auch Angst davor. Ich wünschte, ich dürfte diesen Anblick auch heute noch in Form von Bildern in meinen Händen halten. Es ist wohltuend für mich zu wissen, dass es nun Dein-Sternenkind.eu gibt, eine Vereinigung ehrenamtlich tätiger Fotografen, die betroffenen Eltern nun diese kostbaren Bilder ihres Kindes zu ermöglichen versucht. Ich bin mir sicher, es werden nicht einfach nur schnelle Schnappschüsse sein, sondern behutsam eingefangene, liebevolle Erinnerungen." - Michèle, Mutter von * * 15.9.1998

„Ich hätte gerne einen Fotografen gehabt, aber leider keinen gefunden der uns begleitet hätte. Wir haben wundervolle Bauchbilder und auch ein paar wenige selbst gemachte. Aber bei weitem nicht genug. Ich wollte welche für uns als Erinnerung an unser wundervolles Mädchen und auch später mal für ihre Schwester. So dass sie weiß, wie sie aussah und mit wem sie im Bauch gekuschelt hat. Sie hat auch ein Bild in ihrem Zimmer das hütet sie. Ich habe Rabea im Bauch strampeln und treten gemerkt. Es war Doppeltes Leben in mir und gerne hätte ich jede Sekunde davon fest gehalten, um mich immer wieder daran zu erinnern was für tolle Mädchen ich geboren habe. Ich liebe sie beide so sehr und Rabea fehlt uns. Diese Lücke kann leider keiner füllen.“  - Lorea, Mutter von Rabea *25.01.2008 +27.01.2008 und Raphaela (gesunder Zwilling)