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Kostenlose Bilder für Dein Sternenkind

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Einsatzbericht von Oliver

Heute kam ein Alarm für R. - 16:00 Nottaufe, die Eltern wollen Bilder.

Also flugs ins Auto gehüpft und ich sag mal "zügig" in die Klinik gefahren. Die Zeit war knapp, um die Taufe noch dokumentieren zu können, einen Stau musste ich auch umfahren.

15 min vor der Taufe erreichte ich die Klinik und ging schnurstraks zur Kinderintensivstation wo mich die Schwester, die uns gerufen hatte schon erwartete. Im Raum zwei Häuflein Elend: Die Eltern. Beim kurzen Gespräch wurde das ganze Ausmass des persönlichen Dramas offenbar:

M. wurde in der 25. SSW geboren, es war zu wenig Fruchtwasser vorhanden und das Kind unterversorgt. Auf der Intensivstation wurde sie über Tage gepäppelt, alles sah gut aus. Das Kind nahm zu, wuchs, die Hoffnung der Eltern war groß.

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Einsatzbericht von Sabine

„Man sieht nur mit dem Herzen gut – das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Dieser bekannte und beliebte Spruch aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery hat vor drei Tagen eine völlig neue und viel tiefere Bedeutung für mich bekommen.
Für die Eltern von Sternenkindern schaffen wir Fotografen eine bleibende Erinnerung, die sehr stark bei der jeweiligen Trauerbewältigung helfen kann. Oft wird so ein Kind erst durch unsere Arbeit „sichtbar“ und erhält sozusagen eine Art „Daseinsberechtigung“ denn schließlich gehört es für immer zur Familie – auch, wenn es bereits so früh wieder gegangen ist.
Obwohl ich zum Glück nie selbst betroffen war, habe ich mich viele Jahre mit diesem Thema beschäftigt, und jahrelang hat mich das Leben in regelmäßigen Abständen auch immer wieder auf dieses Thema hingewiesen. Was mich zutiefst erschüttert hat war ein Bericht, in dem ich erfuhr, dass Kinder, die mit unter 500 Gramm Gewicht tot geboren werden, kein Recht auf eine Bestattung haben und in manchen Kliniken auch heute noch einfach zusammen mit anderen, herausoperierten Organen und abgetrennten Gliedmaßen mit dem Klinikmüll entsorgt werden. Ein Kind hat nur offiziell existiert, wenn es mehr als 500 Gramm wiegt. So wollte es bis vor kurzem das Gesetz. Das hat mich lange beschäftigt. Wenn ich ein Kind verliere das nur 499 Gramm oder weniger wiegt, dann hab ich nur noch die Möglichkeit, an einer Sammelbestattung der Klinik teilzunehmen. Zum Glück ist dieses Gesetz mittlerweile geändert worden…

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Einsatzbericht von Micha

Ich wollte gerade den Laptop ausmachen, als ich eine Mail von DSK bekomme... also kurz geguckt, EILT in S. … zack in´s Forum und Bescheid gegeben, dass ich den Einsatz übernehmen kann und während ich mit der begleitenden Hebamme spreche, klingelt auch schon die Alarm App.

Fix die Sachen zusammensuchen, dem Mann Bescheid geben wann welches Kind zu holen ist bzw. heim kommt und im Auto erstmal tief durchatmen... komisch, selbst bei meinem 8. Einsatz bin ich aufgeregt und muss mich zur Ruhe zwingen. Und wie bei den anderen Einsätzen auch, komme ich während der Fahrt zur Ruhe (und denke, hey, es ist garnicht komisch, es ist normal, denn jeder Einsatz ist anders und es wird nie wirklich zur Routine werden).

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Einsatzbericht von Birgit

Kein Einsatz ist wie der andere und selbst die Fotografen, die schon viele Einsätze hatten, wissen, dass jeder Einsatz etwas einmaliges, ja besonderes ist...

Aber lest selbst:

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam die kleine M. in der 31. SSW zur Welt.
2 Tage zuvor hatten die Eltern erfahren, dass ihr Herzchen (einfach so) aufgehört hatte, zu schlagen. Kai hatte mit dem Papa telefoniert, nachdem die Fotografen-Anforderung per Formular hereinkam und schrieb im Aufruf, dass der Papa etwas verlegen war, weil seine Tochter ja schon tot sei. Anscheinend war er in der Ausnahmesituation, in der sich Sternenkind-Eltern befinden, wenn sie gerade den Befund erhalten haben, nicht so wirklich informiert was oder wer wir von 'Dein-Sternenkind' sind - dass wir nämlich fast ausschließlich bereits verstorbene Babys fotografieren. Auch als ich dann mit ihm telefonisch Kontakt aufgenommen habe, hat er herumgedruckst und sich entschuldigt... seine Tochter sei aber leider schon tot.... Er schien völlig verunsichert, diesen Fakt einem Fotografen zuzumuten, darum zu bitten, sein totes Kind zu fotografieren. Behutsam habe ich (wie Kai zuvor sicherlich auch) versucht, ihm diese Unsicherheit zu nehmen.

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EIN LIED FÜR STERNENKINDER

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